09.
Mai
2018
Zehn Fakten über Mompreneurs

Zehn Fakten über Mompreneurs

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

Es ist wieder soweit: Millionen Kinder verschanzen sich auf ihren Zimmern und basteln sich die Seele aus dem Leib, Grundschulen und Kitas geht der Kleber aus: Muttertag steht vor der Tür! Über Sinn- und Sinnlosigkeit dieses Aktionstages lässt sich streiten, trotzdem wollen wir es uns nicht nehmen lassen, Frauen heute ein Forum zu bieten. Vor allem denjenigen, die neben der Familie noch ein Business am Laufen haben: den so genannten Mompreneurs. Wer sind die geschäftstüchtigen Mamis? Was macht sie aus? Warum und wie wagen sie den Schritt in die Selbständigkeit? Hier sind zehn Fakten zu Mompreneurs in Deutschland:


1. Kind kommt in die Schule, Mami gründet

Die typische Mama-Unternehmerin ist um die 40 Jahre oder älter (57 Prozent), verheiratet (79 Prozent) und hat ein bis zwei Kinder. Den Lebensunterhalt für die Familie bestreitet sie zusammen mit ihrem Partner, sodass sich der Familien-Finanztopf aus zwei Einkommen speist (95 Prozent).
Gegründet wird, wenn der Nachwuchs bereits auf der Welt ist (80 Prozent), üblicherweise wenn das erste Kind mit sechs Jahren ins Schulalter kommt – ganz nach dem Motto „Kind in die Schule, Startup ich komme“.


2. Vier von zehn Gründerinnen sind Mompreneurs

Im Durchschnitt der letzten fünf Jahren waren gut vier von zehn Gründerinnen Mompreneurs. Die Anzahl an Existenzgründungen durch Unternehmerinnen mit Kindern lag 2016 bei 105.000 und geht fleißig weiter.

3. Mompreneurs wollen hoch hinaus

Im Vergleich zu anderen Gründerinnen sind Mompreneurs deutlich wachstumsorientierter als Gründerinnen ohne Kinder. 14 Prozent der Mompreneurs wünschen sich ihr Unternehmen „so groß wie möglich“ zu machen. Bei Gründerinnen ohne Kinder sind es hingegen nur 9 Prozent. Mompreneurs denken also gerne größer.

4. Mompreneurs treiben die Wirtschaftskraft voran

Der Erfolg gibt Ihnen Recht: Der Jahresumsatz der Unternehmen von Mompreneurs betrug 2016 in Deutschland 42,4 Milliarden Euro. Davon entfielen übrigens 505 Millionen Euro auf den Online-Handel - ein Plus von 6,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Die rund 5.200 Mompreneurs im E-Commerce verzeichneten einen durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz von 97.141 Euro im Jahr.

5. Mompreneurs mögen’s healthy und social

Mompreneurs tummeln sich besonders im Gesundheits- und Sozialwesen. Die meisten Mama-Unternehmerinnen arbeiten in folgenden Branchen:

  • Gesundheits- und Sozialwesen (99.000 Mompreneure)
  • Erbringung von freiberuflichen wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (69.000)
  • Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (58.000)
  • Einzelhandel (42.000) - inklusive Online-Handel
  • Erziehung und Unterricht (35.000)


6. Mompreneurs sind Lokalmatadore

Mompreneurs bieten vor allem persönliche Dienstleistungen an (45 Prozent). Dabei müssen sie nah am Kunden sein und arbeiten deshalb eher in räumlicher Nähe ihres Wohnorts (67 Prozent). Internationale Dienstreisen nach Shanghai, New York oder Dubai sind eher die Ausnahme. Aber mittlerweile sieht jede Zehnte ihren Markt außerhalb des deutschsprachigen Raums.

7. Mompreneurs wuppen Job UND Kinderbetreuung

Die Mama-Unternehmerinnen sind trotz ihrer Selbständigkeit meist hauptverantwortlich für die Betreuung des Nachwuchses. So ergab eine Befragung, dass 71 Prozent der Mompreneurs die Kinderbetreuung übernehmen.

8. Mompreneurs sind Queens of Flexibility

Da verwundert es nicht, dass als wesentlicher Grund für die Existenzgründung „Flexibilität” genannt wird. Mompreneurs können als Selbständige ihre Arbeitszeit frei einteilen und so ein familienfreundliches Arbeitsklima für sich schaffen.
Dabei treten Mompreneurs bei der Wochenarbeitszeit oft kürzer, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Die mittlere Arbeitszeit von Mompreneurs beträgt 36 Stunden in Deutschland wöchentlich und liegt damit unter der von Gründerinnen ohne Kinder (50 Stunden).

9. Mompreneurs sind Finanzierungsfüchse

Mompreneurs wissen Förderkredite und BA-Zuschüsse besonders gut zu nutzen. Im Vergleich zu anderen Gründerinnen machen sie noch stärker Gebrauch von Eingliederungszuschüssen. Auch Förderdarlehen werden intensiver abgegriffen als von Gründerinnen ohne Kinder, insbesondere für größere Projekte über 25. 000 Euro.

10. Netzwerken ist ihr Gemüse

63 Prozent der Mompreneurs sind innerhalb eines Netzwerks voll anderer Unternehmer aktiv, mit denen sie sich regelmäßig austauschen. Mittlerweile gibt es in Deutschland sogar eigens ein Netzwerk für Mama-Unternehmerinnen. Bei den Treffen in verschiedenen Großstädten können sie wertvolle Erfahrungen, Wissen und Best Practices teilen, die helfen, Selbstständigkeit und Familienleben erfolgreich zu vereinbaren.


Artikelbild: Freepik



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