29.
Juni
2017
Kann ich im Bademantel die Welt verbessern?

Kann ich im Bademantel die Welt verbessern?

  Nachgefragt bei Tina Stridde
(Geschäftsführerin Aid By Trade Foundation)

Am 29. Juni feiert der Bathrobe Day von Cotton made in Africa (CmiA) seine Premiere. Jeder kann ganz einfach mit einem Bademantel-Selfie Teil einer Bewegung werden und damit ein sichtbares Zeichen für hunderttausende Baumwollbauern setzen, die ganz am Anfang der Modeindustrie stehen. Wer sein Selfie auf Facebook oder Instagram mit #bathrobeday #wearasmile @cottonmadeinafrica postet, kann u.a. VIP-Tickets für das Global Citizen Festival in Hamburg gewinnen, um unter anderem @coldplay, @groenemeyer, @thechainsmokers, @pharrell (Pharrel Williams) und @elliegoulding zu sehen. Das Event findet am Vorabend des G20-Gipfels statt und will die einflussreichsten Staats- und Regierungschefs der Welt dazu auffordern, Verantwortung zu übernehmen und die Armut zu bekämpfen (hier geht es zu den Teilnahmebedingungen). Zu den Hintergründen des Bathrobe Days haben wir Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation, der Dachorganisation der Cotton made in Africa-Initiative, befragt.

Bathrobe Day von Cotton made in Africa – was genau steckt dahinter?

Tina StriddeTina Stridde: „Der Bathrobe Day am 29. Juni setzt ein Zeichen für nachhaltig in Afrika produzierte Baumwolle – Cotton made in Africa – und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Baumwollbauern in Afrika, die hinter CmiA stehen. Prominente Fürsprecher wie Jan Josef Liefers, Namika, Johannes Strate, Hamburger Frontmann der Band Revolverheld, Marie Amière, Model mit deutsch-ghanaischen Wurzeln, oder die Beachvolleyball-Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, unterstützen zusammen mit Textilunternehmen und Nichtregierungsorganisationen die Aktion und schenken durch das öffentliche Tragen eines Bademantels sich, anderen, den afrikanischen Kleinbauern und der Natur ein Lächeln. Es war noch nie so einfach im Bademantel die Welt zu verbessern.“


Warum ausgerechnet ein Bademantel, um auf Baumwollbauern in Afrika und den Schutz der Umwelt aufmerksam zu machen?

Tina Stridde: „Der Bademantel ist das Musterbeispiel dafür, wie viel Baumwolle in unserer Kleidung steckt. Für gewöhnlich trägt man dieses unterschätzte It-Piece aber nicht in der Öffentlichkeit. Genauso wenig stehen die afrikanischen Kleinbauern, die den Rohstoff ressourcenschonend für Millionen von Textilien anbauen, für gewöhnlich im Rampenlicht. Grund genug um als Zeichen für Cotton made in Africa im Bademantel zu zeigen: Jeder kann ohne viel Aufwand und mit viel Spaß etwas Gutes für die Menschen in den Anbauregionen sowie den Schutz unserer Umwelt tun.“

Zitat Tina Stridde

Der Bathrobe Day ist Teil einer größeren Bewegung mit dem übergreifenden Motto „Wear a smile“. Wofür steht das?

Tina Stridde: „Mit einem Kleidungsstück, das das CmiA-Label trägt, kann jeder ein Lächeln tragen und verschenken. Denn ohne etwas zu tun und ohne Mehrkosten können sich Konsumenten über ein schönes Kleidungsstück freuen und Kleinbauern sowie Fabrikarbeitern in Afrika sowie der Umwelt ein Lächeln schenken. Es war noch nie so einfach etwas Gutes zu tun – ohne was zu tun.“


Logo CmiACotton made in Africa ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation (AbTF), die 2005 von Dr. Michael Otto gegründet wurde. Partner sind aktuell über 30 internationale Konzerne, Textilunternehmen und Brands wie die Otto Group, Bonprix, OTTO, die Rewe Group, Tchibo, Ernsting’s family, Engelbert Strauss, Asos, Bestseller, Dibella oder Aldi Süd. Sie kaufen die zertifiziert nachhaltige CmiA-Baumwolle für ihre Kollektionen ein und führen eine Lizenzgebühr an die Stiftung ab. In 2016 brachten sie rund 50 Millionen CmiA Textilien auf den Markt. Auch Nichtregierungs- und Regierungsorganisationen wie der WWF, die Welthungerhilfe, Care International oder das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) sind enge Partner im internationalen Netzwerk von Cotton made in Africa.



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