27.
Oktober
2014
Crosschannel-Shopping: Bei Frauen hoch im Kurs

Crosschannel-Shopping: Bei Frauen hoch im Kurs

  Anja Schlumberger
(Pressesprecherin Otto Group )

Über die Ergebnisse einer von der Otto Group beim Statistik-Portal Statista in Auftrag gegebene Befragung zum weiblichen Kaufverhalten haben wir kürzlich an dieser Stelle geschrieben. Während in unserem letzten Blog-Beitrag der Aspekt Cosy Shopping im Mittelpunkt stand, geht es nachfolgend um die Verzahnung der Kanäle. Denn „Connected Retail“ – so legen die Umfrage-Ergebnisse offen – ist bei Frauen längst kein Buzzword mehr, sondern wird von ihnen aktiv gelebt.

Gerade für Multichannel-Händler, die auch im stationären Einzelhandel vertreten sind, bietet sich hier eine einmalige Chance die weibliche Zielgruppe für sich zu gewinnen – vorausgesetzt der Service stimmt. Zwei Parameter, bei denen Frauen sich anspruchsvoll zeigen:

Preis 
Frauen geben sich beim Shoppen preisbewusst und schrecken bei Bedarf auch nicht vor dem so genannten Showrooming zurück: 19 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal schon während eines Ladenbesuchs ein vor Ort verfügbares Produkt per Smartphone bei einem Wettbewerber gekauft zu haben, weil es dort günstiger zu bekommen war. Mit anteilig 26 Prozent zeigen sich die 20- bis 29-Jährigen hier besonders umtriebig. Die Suche nach dem besten Preis kennt bei Frauen jedoch auch klare Grenzen: Auf die Frage, ob sie sich Infos aufs Smartphone zu Angeboten in umliegenden Ladengeschäften wünschen, sagten 72 Prozent „nein“.

Logistik 
Wer als Multichannel-Händler einen „Click and Collect“-Service anbietet, sammelt wertvolle Sympathiepunkte bei Frauen: Wie bereits berichtet, schätzen 50 Prozent der Umfrage-Teilnehmerinnen bei solchen Anbietern die Option online bestellte Waren im Ladengeschäft zurückgeben zu können. Wer obendrein einen entsprechenden Abhol-Service anbietet, kann sich im Rennen um die Gunst der Kundinnen sogar noch weiter absetzen: 40 Prozent der Befragten bewerten Dienstleistungen dieser Art positiv. Auf die Möglichkeit, im Geschäft online etwas zu bestellen, wenn es gerade nicht vorrätig sein sollte bzw. individuell angefertigt werden muss, würden 32 Prozent zurückgreifen. 

Dr. Lars Finger, Direktor E-Commerce Competence Center Otto Group„Diese Zahlen belegen einmal mehr, dass die Verknüpfung der Kanäle bei Multichannel-Einzelhändlern nicht nur Kür, sondern schon längst Pflicht geworden ist. Das gilt vor allem für Anbieter mit vorwiegend weiblicher Zielgruppe, da diese offensichtlich die ganze Bandbreite der Vertriebswege für sich nutzt“, fasst Dr. Lars Finger (Foto), Direktor des E-Commerce Competence Center der Otto Group, die Umfrage-Ergebnisse zusammen. 



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