07.
Juni
2016
Diversity-Tag 2016: Vielfaltsgedanken im Fokus

Diversity-Tag 2016: Vielfaltsgedanken im Fokus

  Nachgefragt bei Sandra Widmaier
(Direktorin Konzern Personal, Otto Group)

Die Charta der Vielfalt ruft einmal jährlich zum Diversity-Tag auf. Zu diesem bundesweiten Aktionstag sollen Unternehmen und Institutionen den Sandra Widmaier, Direktorin Konzern Personal Vielfaltsgedanken ganz besonders in den Fokus rücken.  

Auch die Otto Group hat die Charta der Vielfalt unterschrieben und setzt sich aktiv für die Umsetzung ihrer Ziele ein. Dazu hat der Bereich Konzern-Personal der Otto Group bereits 2011 ein eigenes Diversity-Management aufgebaut. Im Interview erläutert Sandra Widmaier, Direktorin Konzern Personal die Diversity-Strategie der Otto Group:

Das Thema Diversity ist in Bewegung. Was hat sich in den vergangenen Jahren verändert?

Viele Kollegen haben mittlerweile erkannt, dass das Thema Vielfalt für unser Unternehmen immer wichtiger wird. Vielfalt kann nur entstehen, wo Individualität geschätzt wird. Deshalb halten wir eine Belegschaft, in der jedem Mitarbeiter möglichst die gleichen Chancen und ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld geboten werden, für einen unschätzbaren Wert. Das Heben der Potenziale einer guten Zusammenarbeit von Frauen und Männern, Älteren und Jüngeren, Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, mit und ohne Einschränkungen wird zunehmend auch zur Basis für den Erfolg unseres Unternehmens.


Welche Erfolge konnten Sie dazu in den letzten Jahren erzielen?

Gerade das Thema Frauen in Führung hat durch die Frauenquote im letzten Jahr zusätzliche Aufmerksamkeit bekommen. Auf den ersten Blick sind natürlich unsere zwei Frauen im Konzernvorstand ein gutes Zeichen. Vor allem ist aber wichtig, dass inhaltlich viel passiert ist: Wir haben ein Diversity Controlling für die Konzernunternehmen eingeführt, in diesem Jahr unsere zweite Diversity Conference durchgeführt, das Programm „Boost your Career” und regelmäßige „Boost your Network”-Treffen aufgelegt, unser Mentoring-Programm belebt und durch ein spezielles Mentoring für Frauen erweitert.  

Auch in den Konzern-Unternehmen hat sich einiges getan: Hermes hat beispielsweise ein eigenes Netzwerk für Frauen im Business gegründet, OTTO wird ein solches im Rahmen dieses Diversity Tags ins Leben rufen. Unito hat das Thema Generationenmanagement in die Führungskräfte-Ausbildung integriert und eine Zukunftswerkstatt zu Bedürfnissen und Maßnahmenentwicklung der älteren Mitarbeiter durchgeführt.


Woran arbeiten Sie aktuell im konzernweiten Diversity Management?

Diversity bekommt zunehmend Bedeutung für eine erfolgreiche Bewältigung des digitalen Wandels. Die Fragen, die wir uns zurzeit stellen, sind: Wie können wir das Diversity Management nutzen, um uns auf den digitalen Wandel einzustellen? Wie können wir die unterschiedlichsten Perspektiven einsetzen, um die Digitalisierung, Vernetzung und Komplexität in ihrer Vielschichtigkeit zu verstehen und innovativ nutzen zu lernen. Wie können wir noch besser steuern und nachhalten? Anhand dieser Fragen haben wir unsere Strategie kontinuierlich weiter entwickelt und werden dies auch zukünftig machen. 

Wir wollen Vielfalt und Individualität gezielt fördern und so Potenziale auch dort sichtbar machen, wo sie vielleicht noch verborgen liegen. Dazu müssen wir lernen, vielfältige Perspektiven und individuelle Erfahrungshintergründe unabhängig von Bereichsstrukturen und demografischen Charakteristika zu nutzen.  

Eindrücke von der Diversity Konferenz 2016 im Video

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