12.
Juni
2014
Diversity first – Vielfalt leben

Diversity first – Vielfalt leben

  Isabella Grindel
(Otto Group Unternehmenskommunikation)

Isabella Grindel: Ist Diversity nicht einfach nur ein Modethema?

Dr. Leena Pundt, Diversity Managerin der Otto Group Dr. Leena Pundt: Wir befinden uns zunehmend in einem Arbeitnehmer-Arbeitsmarkt, in dem die Wertschätzung aller Mitarbeiter unabhängig äußerer Merkmale sowie eine unterstützende Potenzialorientierung immer mehr an Wert gewinnen. Von daher verfolgt ein Diversity Management keinen Selbstzweck, sondern auch ganz klar wirtschaftliche Interessen. Natürlich erhoffen wir uns als Unternehmen von der personellen Vielfalt auch wirtschaftlichen Erfolg und andauernde Wettbewerbsfähigkeit. Gemischte Teams sind produktiver und innovativer, das ist unabhängig von einem aktuellen Trend und keine „Sau, die gerade durchs Dorf getrieben wird“. Diversity bedeutet „Vielfalt“. 

„Vielfalt“ im Sinne der Mitarbeiter-Vielfalt unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft und körperlicher Konstitution. Vielfalt aber auch im Sinne von unterschiedlichen Talenten und Potenzialen, die durch flexible und vielfältige Rahmenbedingungen in gemischten Teams optimal zur Entfaltung gebracht werden. Ganz konkret muss es uns gelingen, dass beispielsweise eine qualifizierte Mitarbeiterin Führungsjob und Kind vereinbaren kann, ein 50-jähriger Mitarbeiter, der noch 17 verbleibende Berufsjahre vor dem Renteneintritt vor sich hat, auch weiterhin berufliche Perspektiven und spannende Herausforderungen für sich sieht und diese innerhalb der Otto Group verwirklichen kann. Dass ein junger Mensch trotz Behinderung seinen Berufstraum verwirklichen kann und eine Mitarbeiterin ihre pflegebedürftigen Eltern versorgen kann, ohne dass sie um ihren Job bangen muss. Dazu bedarf es einer gegenseitigen Anerkennung und Akzeptanz der vorhandenen Unterschiedlichkeiten unserer Mitarbeiter. Ein wertschätzendes Miteinander stärkt die Arbeitszufriedenheit unserer Mitarbeiter und ihre positive Arbeitseinstellung. Außerdem führt eine bessere Vereinbarkeit des Berufs mit den individuellen persönlichen Herausforderungen aufgrund der Lebensphase oder der Besonderheiten des Privatlebens zu einer erhöhten Mitarbeiterbindung. Davon profitiert auch das Unternehmen. Insofern ist Diversity kein Luxusthema, sondern Kern moderner Unternehmensführung.


Wie Diversity in der Otto Group gelebt wird, sehen Sie hier:

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Kommentare

  • Leena Pundt

    "Wie bereits gesagt, spielt bei uns die sexuelle Orientierung weder bei der Einstellung noch in der Zusammenarbeit eine Rolle. Wir wählen unsere Mitarbeiter nach persönlicher und nach Fachkompetenz aus und besuchen diejenigen Messen, auf denen wir Kandidaten erwarten, die zu unseren Jobprofilen passen. "

    25. Juni 2014 14:59
  • D. Fischer

    "Warum befindet sich keine Firma der Otto-Group auf der an Schwule, Lesben und Transgender gerichteten Jobmesse Sticks & Stones in Berlin? Wenn das gesamte Arbeitsumfeld der Otto-Group derart positiv mit dem Thema sexuelle Orientierung umgeht, bzw. man sich entfalten kann, ohne auf Intoleranz zu treffen, dann wäre diese Messe doch eine Möglichkeit eben diesen Vorzug der Otto-Group zur Rekrutierung zu nutzen, oder?"

    25. Juni 2014 07:59
  • Leena Pundt

    "Wir haben vor der Einführung unseres Diversity Managements Gespräche mit verschiedensten Menschen bei Otto zu möglichen Diversity-Eigenschaften durchgeführt. Dabei sind die oben genannten vier Säulen entstanden. Das Thema der sexuellen Orientierung ist aus Sicht der Befragten bei Otto kein Handlungsfeld, da keine Rahmenbedingungen vorherrschen, die sie an der vollen Potenzialentfaltung hindern. "

    17. Juni 2014 10:37
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