13.
Juni
2014
So tickt der deutsche interaktive Handel

So tickt der deutsche interaktive Handel

  Gastautor Christoph Wenk-Fischer
(bevh-Hauptgeschäftsführer)

Christoph Wenk-Fischer, bevh-HauptgeschäftsführerWie steht es wirtschaftlich um den deutschen interaktiven Handel? Dieser Frage sind wir vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) zusammen mit dem Kooperationspartner Creditreform Boniversum bereits zum dritten Mal in Folge nachgegangen. 

Über 100 Interviews mit Entscheidungsträgern der Branche führen zu einem aussagekräftigen Bild und ermöglichen direkte Vergleiche zu den Vorjahreswerten.

Wir präsentieren Ihnen sechs Insights aus der Branchenstudie:

Geschäftsklima erneut auf Rekordhoch

Das Geschäftsklima der Branche erreicht im Frühjahr 2014 ein neues Rekordhoch. Es liegt deutlich über dem Niveau der deutschen Gesamtwirtschaft. Alle Basisindikatoren (Auftragseingang, Umsatz, Ertrag, Personalbestand) verzeichnen wesentlich positivere Werte als im Vorjahr. Die Erwartungen für die nächsten Monate sind weiterhin steigend.

Investitionsbereitschaft überdurchschnittlich

Die Investitionsbereitschaft der interaktiven Händler liegt weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt; insbesondere für Investitionen in Innovationen und zur Kapazitätserweiterung .

Social Media gewinnt an Bedeutung

Die Nutzung von Social Media gewinnt für acht von zehn Unternehmen weiter an Bedeutung, vor allem um den Bekanntheitsgrad zu steigern, die Beziehung zu den Kunden zu qualifizieren und weiter auszubauen. Facebook ist dabei mit 99 Prozent Nutzung vor Google+ und YouTube der meist genutzte Social Media-Kanal.

Auslandsaktivitäten nehmen zu

Die Auslandsaktivitäten der Unternehmen erreichen ein beachtliches Niveau. Die Tendenz ist weiter zunehmend. Acht von zehn interaktiven Händlern haben bereits an Verbraucher im Ausland geliefert – vor allem nach Österreich, Frankreich und in die Schweiz.

Retourenquote stabil

Dem deutschen interaktiven Handel ist es auch in den letzten zwölf Monaten gelungen, die Retourenquote zu stabilisieren. So berichtet derzeit „nur“ noch jedes sechste Unternehmen von steigenden Rücksendungen und die meisten gehen von einer gleich bleibenden Retourenquote für die nächsten Monate aus.  

Rücksendungen bleiben kostenfrei

Und: Die Mehrheit der Unternehmen will die Retourenkosten trotz neuer Rechtslage nicht an den Endkunden weitergeben.

Weitere Details hält die Studie „Die Wirtschaftslage im deutschen Interaktiven Handel B2C 2013/2014“ bereit. Die jüngste von 18 allein in diesem Jahr durchgeführten Befragungen wurde am 10. Juni in Berlin vorgestellt und kann direkt beim bevh bezogen werden.       


Über den bevh: 1947 als Versandhandelsverband bvh gegründet, vertritt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) die Interessen der Online- und Versandhändler. Durch seine Verbraucher- und Händlerstudien bietet der Verband wichtige und verlässliche Informationen über den Online- und Versandhandel und das Einkaufsverhalten im Netz.



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