26.
März
2018
Identitätsdiebstahl: So bist du auch mobil geschützt

Identitätsdiebstahl: So bist du auch mobil geschützt

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

Anfang März machte eine kuriose Nachricht die Runde im Netz: Vermehrt berichteten User, dass Amazons Digital Assistant – basierend auf dem Betriebssystem Alexa – spontan gruselige Lachanfälle absondert. Nun wühlt ein neuer Bug die Netzgemeinde auf: Demnach liest Siri, die Voice-Funktion des iPhones, mit dem richtigen Sprachbefehl auch im Sperrmodus WhatsApp-Nachrichten vor. An sich ist das nicht schlimm, ermöglicht auf diese Weise aber auch Dritten den Zugriff auf sensible Daten. Deshalb stellt sich die Frage: Wie kann ich meine Identität in einer mobilen Welt besser schützen? Wir fragten bei Alexander Legge, Datenschutzexperte bei Trusted Shops, nach. Seine sieben Tipps für mehr Sicherheit vor Diebstahl persönlicher Daten auf dem Smartphone:


1. Nutze individuelle Passwörter für jeden Dienst

Wir alle haben unzählige Accounts bei Online-Diensten und wer weiß schon, ob die wirklich immer sicher mit unseren Daten umgehen. Daher ist es sinnvoll, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu wählen. Damit man in der Flut von Zugängen den Überblick behält, gibt es sogenannte Passwort-Manager. In diesen werden alle Passwörter und Zugänge gespeichert und man erhält nur mit einem „Masterpasswort“ Zugriff auf die Daten.

2. SIM- und Bildschirmsperre

Bei einem Handy-Verlust ist eine SIM-Sperre durch eine PIN eine gute Absicherung. Noch besser ist eine Bildschirmsperre. Schöne und unkomplizierte Alternative für ein Passwort dabei: Gesichtserkennung!

3. Immer ausloggen

Manchmal müsst ihr euch für einen Online-Einkauf einloggen. Nach Abschluss deines Einkaufs unbedingt immer ausloggen. So schützt du deine Bankdaten und gibst deine Browsergewohnheiten auch nicht preis.

Tust du genug für den Schutz deiner mobilen Datenzoom

4. App-Zugriffsrechte prüfen

Standort-Daten, Zugriff auf Kontakte oder das Recht zum Versenden von SMS. Braucht die gewünschte Anwendung diese Möglichkeiten wirklich? Lieber kritisch prüfen und notfalls ganz auf die App verzichten!

5. Spuren beseitigen

Wer keine Spuren legt, kann auch nicht gefunden werden. Daher: Surfverlauf, Caches und Cookies regelmäßig löschen. Und wenn man das alte Smartphone verkauft oder weitergibt, sollten alle Daten darauf gelöscht werden.

6. Halte dein Betriebssystem auf dem aktuellsten Stand

Regelmäßige System-Updates helfen klaffende Sicherheitslücken im Betriebssystem und der darauf installierten Software zu schließen. Sowohl Apple als auch Android fordern mittlerweile in recht kurzen Abständen Sicherheitsupdates. Diese sind nicht zu unterschätzen und sollten auf jeden Fall zeitnah installiert werden. 

7. WLAN unterwegs deaktivieren

Die WLAN-Funktion solltest du nur dann einschalten, wenn du sie auch wirklich benötigst. Sonst können deine Bewegungen mithilfe der WLAN-Netzwerke nachvollzogen werden.


Alexander LeggeAlexander Legge beschäftigt sich in der B2C-Unit des Kölner Unternehmens Trusted Shops mit dem Thema Datenschutz. Er entwickelt seit über 15 Jahren Webseiten und interaktive Anwendungen. Mittlerweile hat er sich auf die Bereiche Usability und User Experience Design spezialisier. Trusted Shops ist die bekannteste E-Commerce-Vertrauensmarke für Online-Händler und Online-Shopper. Das Siegel wird von Verbraucherschützern und staatlichen Stellen für
sicheres Einkaufen im Internet ausdrücklich empfohlen, zum Beispiel von der Stiftung Warentest und dem Bundesjustizministerium.



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