08.
Februar
2018
New Work: Mehr als bunte Büros

New Work: Mehr als bunte Büros

  Irene Heshmati
(Leitung FutureWork OTTO)

Der Beitrag ist Teil der Otto Group Blogparade #Zukunftsblick: Die Welt von morgen. Interessiert? Hier geht es zu den Details!

Man hört es aktuell überall: New Work, new-ways-of-working, neue Arbeitswelten, neue Technologien – ist das einfach nur ein Trend oder liegt ein wirkliches Konzept dahinter? Geht es hier nur darum, gerade junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kickertischen und bunten Büros zu begeistern, oder ist vielleicht mehr zu beachten? Eines steht fest: Wir können zwar nicht in die Zukunft sehen, beobachten aber, dass die neu entwickelten Raumkonzepte und neuen Arbeitsmethoden für eine bessere Zusammenarbeit auch unser Verhalten beeinflussen. Wie wir New Work bei OTTO angehen, beschreibe ich in diesem Beitrag zur Blogparade #Zukunftsblick: Die Welt von morgen.

Ansprüche ändern sich

Dazu kommt unsere Lebensumgebung, die sich ebenfalls aufgrund neuer Technologien wie Alexa, neuer Kommunikationswege wie Whatsapp und neuer Sharingansätze wie zum Beispiel Citybike und Car2go permanent verändert. Auch dies führt zu veränderten Erwartungen und Ansprüchen an uns und unsere Arbeitgeber. Besonders jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten die im privaten Umfeld zur Verfügung stehenden Technologien und bequemen Möglichkeiten der Kommunikation und des Sharings auch im Arbeitsumfeld erleben. Während früher das Büro noch ein eintöniger, von einem starren Nine-to-five-Gerüst umrahmter Raum Alltag war, ist heute vielmehr eine Mischung aus wohnzimmerähnlicher Atmosphäre und strukturierten Sharingmöglichkeiten, die zeitlich flexibel genutzt werden können, gewünscht.

Sharing auch am Arbeitsplatz

Das ist ein zentraler Punkt. Zukünftig dürften wir immer häufiger mit der Idee des Sharings konfrontiert werden: Ich teile Inhalte, Tische, Stühle, Medien, Informationen und und und... dabei will ich flexibel aussuchen können, zu welchem Zeitpunkt welche Arbeitsumgebung die beste Wahl zur Erfüllung meiner Aufgabe ist. Arbeiten, wo und wie es mir gefällt – natürlich immer unter dem Aspekt, den wirtschaftlichen Erfolg meines Unternehmens weiter voranzutreiben. Damit verschwimmen aber auch die Grenzen zwischen privatem Lebensumfeld und Arbeitsumgebung immer mehr.

Büro OTTO

Das Ganze und alle im Blick behalten

Es ist somit aus meiner Sicht zwingend notwendig, sich systematisch mit den verschiedenen Einflüssen der Arbeitsumgebung auf die Menschen auseinanderzusetzen und Rahmenbedingungen zu definieren, die einerseits die bestmögliche Freiheit zur Steigerung meiner Performance und Effektivität bieten und andererseits die Menschen und das WIR-Gefühl nicht aus den Augen verlieren - auch, weil es bei größeren Arbeitgebern immer viele verschiedene Charaktere und Typen gibt, mit unterschiedlichen Vorstellungen und aus unterschiedlichen Generationen.

Deshalb wurde bei OTTO die Initiative FutureWork ins Leben gerufen. Wir glauben daran, dass New Work auf drei Säulen fußt: Culture, Digital Office und Activity-based-working. Mit diesen drei Leitplanken stellt sich OTTO der Herausforderung, die Komplexität der unterschiedlichen Anforderungen an den Arbeitsplatz der Zukunft und die Balance zwischen Arbeits- und Lebenswelten unter einen Hut zu bringen.

Ein neues Mindset

Besonders wichtig: Wir schaffen nicht nur unterschiedliche Arbeitsumgebungen, damit jeder selbst entscheiden kann, welche Aufgabe welchen Ort erfordert. Ob Social Space, ein Meetingraum mit Blick über Hamburg oder doch ein Schreibtisch - all diese Möglichkeiten sind nur ein Schritt in Richtung New Work. Natürlich spielen auch die Technik, die Systeme und Tools eine Rolle, die den Zugriff auf alle Inhalte ermöglichen. Das allein reicht aber nicht – wir müssen unser Mindset ändern. Mit unserer Initiative FutureWork wollen wir sicherstellen, dass alle ein gemeinsames Verständnis von zukünftigen Arbeitsformen auf dem Campus haben. Gewohnheiten und Verhaltensweisen müssen aufgebrochen werden, Präsenzzeiten sind veraltet. Dieser Wandel in den Köpfen ist genauso wichtig wie der digitale Arbeitsplatz oder die Räumlichkeiten.


Hinweis: Die einzelnen Beiträge zur Blogparade "#Zukunftsblick: Die Welt von morgen" stellen keine offizielle Unternehmensmeinung der Otto Group dar.



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