29.
März
2016
Der Umwelt zuliebe: Keine Plastiktüten, bitte!

Der Umwelt zuliebe: Keine Plastiktüten, bitte!

  Katja Scheel
(Marketing Managerin Stationär-Marketing )

Tüten sind beim Einkauf, vor allem bei Spontankäufen, durchaus praktisch – aber müssen es wirklich Einweg-Plastiktüten sein, die womöglich schon nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden? Nein, meint nicht nur das Bundesumweltministerium, sondern auch die MYTOYS GROUP. 

Katja ScheelIn unseren 14 myToys-Filialen bieten wir schon lange keine Gratis-Plastiktüten mehr an. Bereits seit Sommer 2015 müssen Kunden hierfür Geld bezahlen. Neben diesen Plastiktüten hat der Kunde zusätzlich die Möglichkeit, wiederverwendbare und - um das nicht ganz unerwähnt zu lassen - wirklich hübsche Mehrwegtaschen zu kaufen. Diese großen, robusten Taschen, die sich auch super für den Strand- oder den Schwimmbadbesuch eignen, kosten pro Stück 1,99 Euro und wir haben festgestellt, dass die Akzeptanz bei unseren Kunden hoch ist. Denn sie ziehen die Mehrwegtasche der Plastiktüte vor. 

Natürlich möchten wir unsere Kunden hierdurch motivieren, Taschen und Beutel wiederzuverwenden und gerne auch eigene Tüten mit zum Einkaufen zu bringen. Unser Ziel ist, dass weniger Plastiktüten verwendet und der Jahresverbrauch dadurch reduziert wird. Denn nach Angaben der Europäischen Kommission benutzt jeder deutsche Verbraucher im Durchschnitt 71 Plastiktüten jährlich – eine hohe Zahl, die es zu verringern gilt! 

Die Geschäftsführung der MYTOYS GROUP stand von Beginn an uneingeschränkt hinter der Idee und Entscheidung, auf Einweg-Plastiktüten in den Filialen zu verzichten. Ein häufig von Unternehmen und Händlern vorgebrachtes Gegenargument, man wolle Kunden nicht „erziehen“ und überlasse diesen die Entscheidung, sich für oder gegen eine Plastiktüte zu entscheiden, können wir zwar nachvollziehen, glauben aber daran, dass Unternehmen Verantwortung im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz übernehmen dürfen und müssen. Auch wenn das heißt, dem Kunden eine „Wahlfreiheit“ zu nehmen. Aber wenn man bedenkt, dass jedes Jahr Milliarden von Plastiktüten als Müll in unserer Umwelt landen und somit Mensch und Tier gefährden, dann ist dieser Schritt aus unserer Sicht der einzig richtige. 

Die myToys-Kunden zeigen großes Verständnis und reagieren auf die Maßnahme bisher positiv: Sie sind gern bereit, die wiederverwendbaren Taschen zu kaufen. Wir glauben, dass auch bereits ein „Gewöhnungseffekt“ zu erkennen und generell ein hohes Problem-Bewusstsein in Hinblick auf die Plastiktüten-Thematik bei den Verbrauchern vorhanden ist. „Keine Plastiktüte, bitte!“ – diesen Satz hören wir gerne und immer öfter.



Kommentare

Kommentar schreiben

Hinweis
Wir freuen uns über Ihre Kommentare in diesem Blog. Die Redaktion behält sich jedoch vor, Beiträge nachträglich zu löschen, sollten diese gegen die Kommentarrichtlinien verstoßen. Dies gilt insbesondere für solche Beiträge, die rechtswidrige Inhalte, Werbung für Dritte, Spam oder Beleidigungen enthalten oder in anderer Form unsachgemäß sind.

Verwandte Artikel

  •  
    18.
    April
    2017
    Zwei Euro für ein klimafreundliches Paket

    Zwei Euro für ein klimafreundliches Paket

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Immer mehr Logistikunternehmen handeln bei der Paketzustellung im Sinne des Umweltschutzes. Aber trägt der Verbraucher die Entscheidung auch mit? Wir haben nachgefragt.

  •  
    19.
    Juli
    2016
    Afrika stärken und Perspektiven schaffen

    Afrika stärken und Perspektiven schaffen

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Die Initiative „Cotton made in Africa" gibt vielen Menschen in Afrika eine Perspektive. Welche Rolle dabei u.a. der Verbraucher spielt, erklärt Dr. Michael Otto in einem Video-Interview.

Beliebte Artikel

  •  
    09.
    Mai
    2016

    Startups und die Altersfrage

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Welche Rolle spielt eigentlich das Alter beim Gründen? Wir haben bei Startup-Unternehmern aus unterschiedlichen Branchen nachgefragt.

  •  
    30.
    Januar
    2017
    17

    Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Die Blogparade "Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?" startet... Jetzt mitmachen!

  •  
    06.
    Oktober
    2016

    Paketroboter in Hamburg: Mit 6D9 durch Ottensen

    Icon Ingo Bertram
    (Corporate Communications, Hermes Europe)

    Paketzustellung per Roboter – in Hamburg ist das jetzt Realität, zumindest testweise. Im Stadtteil Ottensen hat Hermes mit Starship einen umfangreichen Pilottest begonnen. Weitere Stadtteile folgen.

Neueste Kommentare

Jana S. zu Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?

"Vielen Dank für die ganzen interessanten Beiträge und Inspirationen. Leider haben wir von ROCK YOUR..."
18.04.2017

Shitstorm-Warnung zu Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?

"Liebe Ottos, es wäre toll, wenn ihr die Artikel, die bis zum Einsendeschluss noch eingingen, auch..."
03.04.2017

Stefan Wölcken zu Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?

"Wir stellen uns die Frage, wie man im HR die Digitalisierung trotzdem meistert und stellen Drei Thesen..."
31.03.2017

Neueste Tweets

  • RT @supergraf: Tag 2 der @codetalkshh startet mit dem berühmten @fheinemann ...

  • Ein Grund, weshalb #Digitaletransformation von Unternehmen im #Retail als Weckruf verstanden ...

  • Warum Job-Matching beim #recruiting funktioniert. Gasbeitrag v. @jobunicornDE-CEO M. ...