15.
September
2014
Sheego.de ist jetzt full responsive

Sheego.de ist jetzt full responsive

  Philipp Winklhofer
(Leiter E-Commerce bei Sheego)

Sheego hat einen Online-Shop gestartet, der full responsive ist. Heißt, Sheego.de passt sich nun automatisch allen stationären und mobilen Endgeräten an. Philipp Winklhofer, Leiter E-Commerce bei Sheego, erklärt, in welchen Bereichen ein Umdenken stattfinden musste, um einen Shop für alle Devices zu programmieren.

WinklhoferAuch wenn der Gedanke nahe liegt: Die Systemlandschaft war bei der Programmierung gar nicht die große Herausforderung. Viel wichtiger ist, dass sich Templates und Funktionen im Responsive Design je nach Auflösung des Endgerätes verändern. Deshalb müssen die Designer viel enger mit den Entwicklern zusammenarbeiten, damit am Ende alles gut zusammenspielt. Außerdem muss man viele Standard-Interaktionsdesigns, die man über Jahre auf den Desktop-optimierten Shops entwickelt hat, über Bord werfen. Ein Beispiel sind die guten alten „Comboboxen“ (Anzeige-Felder, in denen man über einen Pfeil ein Dropdown-Menü mit Auswahlmöglichkeiten öffnet). Die funktionieren auf Tablets nicht gut. Deshalb müssen wir uns von diesen kleinen Bedienflächen verabschieden und stattdessen alles auf, salopp gesagt, „Wurstfingerdesign“ umstellen. Diesen Überlegungen voran steht aber die Konzeption. Ein Konzeptioner muss sehr genau verstehen, wie sich das Frontend im Responsive Design verhalten wird, um „passende“ Konzepte zu schreiben. Zusammenfassend kann man also sagen, dass Responsive Design die oft bestehenden organisatorischen Grenzen zwischen Konzeption, Design und Entwicklung aufhebt. Das muss alles aus einem Guss entstehen. Dafür müssen alle drei Parts Hand in Hand und zum frühestmöglichen Zeitpunkt zusammenarbeiten. Aus der reinen Design-Sicht ist das übrigens auch sehr interessant: Designer haben in der alten Welt eher vom großen Ganzen kommend designt. Wenn das „Big Picture“ stimmig war, wurden die Details festgezurrt. Weil es das große Ganze im Responsive Design aber so nicht mehr gibt, muss der Designer umdenken und von den kleinen Elementen kommend den Entwurf aufbauen.

Der „Female Commerce“ ist in aller Munde. Hat dieses Thema auch die Gestaltung des neuen Auftritts von sheego.de beeinflusst?

Unsere Kundschaft ist vornehmlich weiblich. Deshalb: Klar, unser neues Design geht – im Sinne des Female Commerce – voll und ganz auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kundinnen ein. Dazu gehören unter anderem die klare übersichtliche Struktur und die ansprechende Optik, Produktdetails und vergrößerte Bilder sowie Bewertungsfunktionen und die Verknüpfung mit Social Media-Elementen. Wir wollen den typisch weiblichen (sofern existent) Vorgehensweisen im Kaufprozess und Wahrnehmungen gerecht werden. Dabei bietet die Gender-Forschung etliche Ansatzpunkte, etwa der Bedarf nach mehr Kontext: Frauen denken z. B. eher über die Verwendung eines Produktes nach, Männer dagegen eher über dessen Eigenschaften. Wenn man sich die als „female“ gehypten Shops vor allem in den USA ansieht, stellt man insbesondere im Design einige Gemeinsamkeiten fest: markante Schrifttypen, visuell ansprechende, „künstlerische“ Logos in vorzugsweise Komplementärfarben, cleaner Look, teilweise schöne, dezente Hintergründe. Der Gag ist, dass man im Grunde diese Gemeinsamkeiten im Design ganz platt zusammenfassen kann: „Female Shops“ sehen gut und ästhetisch ansprechend aus! DAS ist der Knackpunkt. Weibliche Zielgruppen scheinen (bewusst oder unbewusst) deutlich mehr Gewicht auf die „Schönheit“ einer Site oder eines Shops zu legen. Unsere Ziele haben wir erreicht: Der neue Online-Shop für Sheego unterstützt mobile bestmöglich und strahlt dabei eine Ästhetik aus, die sowohl unserem Anspruch als vertikale Modemarke als auch den Wünschen und Bedürfnissen unserer Besucherinnen gerecht wird.



2

Kommentare

  • Philipp Winklhofer

    "Hallo Scherni,
    Danke Dir, wir sind auch sehr happy :-)
    Und ja, wir sehen uns auf dem NEC. Freu mich schon!
    Liebe Grüße aus Hanau, Philipp"

    16. September 2014 18:29
  • Christoph Schernberger

    "Habt ihr fein gemacht Philipp. Daumen hoch und viel Erfolg. Gehe davon aus, dass wir uns nächste Woche am NEC sehen? VG aus Salzburg Christoph"

    16. September 2014 14:37

Kommentar schreiben

Hinweis
Wir freuen uns über Ihre Kommentare in diesem Blog. Die Redaktion behält sich jedoch vor, Beiträge nachträglich zu löschen, sollten diese gegen die Kommentarrichtlinien verstoßen. Dies gilt insbesondere für solche Beiträge, die rechtswidrige Inhalte, Werbung für Dritte, Spam oder Beleidigungen enthalten oder in anderer Form unsachgemäß sind.

Verwandte Artikel

  •  
    19.
    Februar
    2018
    Beyond Möbelkauf: Potenzial von VR im E-Commerce

    Beyond Möbelkauf: Potenzial von VR im E-Commerce

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Virtual Reality hat das „Gamer-Image“ weitgehend abgelegt und bietet inzwischen auch Chancen für Online-Händler. In welchen Segmenten steckt das meiste Potenzial? Wir haben nachgefragt.

  •  
    02.
    Februar
    2018
    Pop-Up-Stores: Bald mehr als Treffpunkte der Inszenierung?

    Pop-Up-Stores: Bald mehr als Treffpunkte der Inszenierung?

    Icon Florian Hoffmann
    (Projektmanager Multichannel Retail Excellence)

    Im Beitrag für die Blogparade #Zukunftsblick: Die Welt von morgen zeigt Florian Hoffmann, warum Pop-Up-Stores zukünftig eine noch größere Rolle im Stationärhandel spielen könnten.

  •  
    22.
    Januar
    2018
     Win-Win: Warum About You jetzt auch Cloud-Anbieter wird

    Win-Win: Warum About You jetzt auch Cloud-Anbieter wird

    Nachgefragt bei
    Icon Sebastian Betz
    (Co-Founder und CTO bei About You)

    Ein Gespräch mit Sebastian Betz, CTO bei About You, über technologische Fallstricke im E-Commerce und welche Antworten sein eigenes Startup darauf hat.

Beliebte Artikel

  •  
    30.
    Januar
    2017
    14

    Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Die Blogparade "Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?" startet... Jetzt mitmachen!

  •  
    14.
    November
    2017

    Näher geht nicht: Wie man mit Story-Marketing Impulse setzt

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Instagram Stories lassen derzeit bei Millionen von Nutzern das Herz höher schlagen – auch bei Marketern. Was macht sie aus Anbieter-Sicht so interessant? Eine Analyse.

  •  
    27.
    Oktober
    2014

    Crosschannel-Shopping: Bei Frauen hoch im Kurs

    Icon Anja Schlumberger
    (Pressesprecherin Otto Group )

    „Connected Retail“ ist bei der weiblichen Zielgruppe längst kein Buzzword mehr, sondern wird von ihr aktiv gelebt. Teil 2 unserer Auswertung zur Online-Umfrage über das Shopping-Verhalten von Frauen.

Neueste Kommentare

Agile Unternehmen zu Blogparade #Zukunftsblick: Die Welt von morgen

"Hallo, Eine Studie zur Arbeitswelt von morgen! mein Beitrag zur Blogparade:..."
15.02.2018

Andreas Rothe zu KI am Arbeitsplatz: Adieu, Fremdsprachenskills?

"Den Artikel finde ich super. Die Aussage "Englisch sei allerdings bereits jetzt Standard, so Faßnacht...."
13.02.2018

Stefan Pfeiffer zu Blogparade #Zukunftsblick: Die Welt von morgen

"Und hier einige persönliche Gedanken zu mobilem Arbeiten, Home Office und dem so heißen Thema #Agile..."
03.02.2018

Neueste Tweets

  • RT @ildiko_p: #OTTO ist unter den innovativsten Unternehmen Deutschlands. #4Sterne #ottojobs ...

  • .@otto_de macht es beim Online-Möbel-Shopping bereits vor: Einkaufen unterstützt durch #VR und ...

  • Zum Wochenstart ein paar Eindrücke vom #PRHack von @newsaktuell, letzte Woche auf dem ...