24.
September
2015
Hosentaschenshops: Wie wir wirklich mobil einkaufen

Hosentaschenshops: Wie wir wirklich mobil einkaufen

  Dr. Thomas Schnieders
(Direktor E-Commerce Innovation & Plattform bei OTTO)

Rund jeder zweite Visit auf otto.de kommt bereits über Smartphones und Tablets, unser Umsatz über Mobile Commerce liegt inzwischen bei rund 35 Prozent. Keine Frage: Die Bedeutung mobiler Endgeräte im Kaufprozess nimmt für OTTO-Kunden kontinuierlich zu.

Wie aber stehen die Konsumenten da draußen zur Bestellung per Smartphone und Tablet – also jene, die vielleicht noch nicht regelmäßig bei uns shoppen? Wir haben den 20. Geburtstag von otto.de zum Anlass genommen, das Nutzerverhalten im Mobile Commerce zu analysieren. Gemeinsam mit dem ECC Köln haben wir internetrepräsentativ bei deutschen Verbrauchern nachgefragt, wie sie wirklich online einkaufen – und warum.

Dr. Thomas Schnieders, Direktor E-Commerce Innovation & Plattform bei OTTODass Smartphones tendenziell eher der gezielten Produkt- und Informationssuche dienen, während Tablets eher zum Stöbern genutzt werden, hat mich nicht überrascht. Eine erstaunlich deutliche Ansage ist dagegen, dass noch mehr als jeder vierte Onlinekäufer nach der Informationssuche über das Smartphone seinen PC oder Laptop hochfährt, um das bereits ausgewählte Produkt dann auch tatsächlich zu bestellen. Was für ein Bruch, was für ein Aufwand! Dahinter steckt die oftmals noch immer als unzureichend empfundene Bedienbarkeit der kleinen Hosentaschenshops. Jüngere Zielgruppen sind hier tendenziell sogar noch anspruchsvoller als ältere, die sich in erster Linie an der schlechten Lesbarkeit stören. An dritter Stelle folgen Sicherheitsbedenken bezüglich persönlicher Daten und Bezahlung. 

ECC-Studie "Wie wir wirklich online einkaufen"

Erkenntnisse, die unmittelbar in unsere Arbeit einfließen werden. Im April haben wir mit der Umsetzung von otto.de im Responsive Design dafür gesorgt, dass der Wechsel von einem Device zum anderen nahtlos und maximal komfortabel funktioniert. Erst vor wenigen Tagen haben wir unsere neue Universal-App vorgestellt. Sie überträgt die nahtlose User Experience aus der Web-Welt in die App-Welt – auf Smartphones, Tablets und jeden anderen „intelligenten“ Bildschirm. Die Zahlen belegen die Wirksamkeit dieses Ansatzes: Der Wechsel vom einen Gerät zum anderen erscheint für unsere Kunden immer seltener notwendig, was den Mobile Shift unseres Geschäftsmodells weiter vorantreibt.

Gleichzeitig unternehmen wir erste Fingerübungen auf der Smartwatch, um zu testen und zu lernen, welche Rolle die „Uhr“ des 21. Jahrhunderts in der Customer Journey spielen kann – noch in der Nische und mit vernachlässigbaren Nutzungszahlen. Nicht ausgeschlossen jedoch, dass wir in gar nicht allzu ferner Zukunft die deutschen Verbraucher auch dazu befragen werden. Denn unser Anspruch ist ambitioniert: Wir wollen nicht weniger sein als der beste und persönlichste Anbieter im digitalen Handel. In der Hosentasche und bei Interesse auch am Handgelenk.


Alle Ergebnisse der Studie „E-Commerce 2015 – Wie wir wirklich online einkaufen“ des ECC Köln finden Sie hier.


Foto: © pingu2004 - Fotolia



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