21.
Juli
2015
Spenden für Flüchtlinge: Hamburg packt an, Hermes hilft mit

Spenden für Flüchtlinge: Hamburg packt an, Hermes hilft mit

  Claudia Schanz
(Pressesprecherin, Hermes Europe)

Viel wird dieser Tage diskutiert über die Flüchtlinge in der EU, über Verantwortung, den Wert des Menschen, Quoten und Solidarität – und im Zuge dessen auch über die Sonderrolle Hamburgs. Das hat die Hansestadt gestern eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Denn während in Brüssel die hohe Politik zum Thema tagte, rief das Hamburger Abendblatt zu einer handfesten Aktion auf: Die Leser durften zwischen 11 und 19 Uhr Sachgüter, wie z.B. Kleider, Schuhe, Spielsachen und Hygieneartikel für die in Hamburg beherbergten Flüchtlinge spenden. Und damit traf das Traditionsblatt einen Nerv,  bzw. das Bedürfnis sehr vieler Bürger zu helfen. Mobilisiert und bewegt hat die meisten wohl der Gedanke, so vieles im Überfluss zu haben, was andere existentiell benötigen – „alltägliche“ Hilfe also, die mehr ist als Geld.


Claudia Schanz, Pressesprecherin Hermes EuropeDie Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität, die Hamburg daraufhin spontan erfasste, hat alle Erwartungen übertroffen. Nach wenigen Stunden hatten sich bereits 10.000 Menschen an der Aktion beteiligt oder standen am Großen Burstah Schlange. Das Verlagsgebäude des Abendblatts, unweit des Hamburger Rathauses, war mit Koffern, Säcken, Tüten und Paketen gepflastert (insgesamt 40 Tonnen Hilfsgüter!), und selbst der Verkehr kam zum Erliegen.

Gegen 15 Uhr meldete die Chefredaktion „SOS!“- und fragte bei Hermes an, ob kurzfristig mit Transportern ausgeholfen werden könne, um die Berge von Hilfsgütern an die Flüchtlingsinitiativen in Wilhelmsburg, Altona, Harburg und Jenfeld zu transportieren. Die Hermes Geschäftsführung gab sofort grünes Licht – und schickte wenige Minuten später drei 7,5 Tonner inklusive Fahrern an den Einsatzort. So konnten bis zum Abend, ca. 21 Uhr, alle Hilfspakete noch taggleich an die Flüchtlinge zugestellt werden.

Das Faszinierende an der Aktion: Sie zeigt, was Solidarität bewegen kann, wenn Bürger und Unternehmen gemeinsam anpacken und eine gute Idee zur rechten Zeit viele Menschen erreicht. Als Hamburger Unternehmen war es für uns selbstverständlich, uns im Sinne unseres Mottos „Hermes-WE DO!“ unbürokratisch an der Aktion zu beteiligen. Schließlich ist es unser Geschäft, Menschen zu verbinden und Handeln zu ermöglichen. Und selten hat es so viel(en) Freude bereitet. Hut ab!, liebes Hamburger Abendblatt, aber auch allen spendenbereiten Hamburgern, was da gestern mit hoher Signalkraft in Hamburg auf die Beine gestellt worden ist.


Fotos: Michael Rauhe/Hamburger Abendblatt



2

Kommentare

  • Claudia Feltkamp, Senior Projektleiter "Platz schaffen mit Herz"

    "Liebe Isa,
    wir stehen bereits in Kontakt mit dem Hamburger Abendblatt und unterstützen selbstverständlich gerne auch diese lokale Hilfsaktion.
    Beste Grüße, Claudia"

    22. Juli 2015 12:36
  • Isa

    "Eine wunderbare Aktion! Wie wäre es, wenn sich OTTO mit "Platz schaffen mit Herz" an der Flüchtlingshilfe beteiligt und die Kleiderspenden direkt den Flüchtlingen zukommen lässt? Herzliche Grüße, Isa"

    22. Juli 2015 09:43

Kommentar schreiben

Hinweis
Wir freuen uns über Ihre Kommentare in diesem Blog. Die Redaktion behält sich jedoch vor, Beiträge nachträglich zu löschen, sollten diese gegen die Kommentarrichtlinien verstoßen. Dies gilt insbesondere für solche Beiträge, die rechtswidrige Inhalte, Werbung für Dritte, Spam oder Beleidigungen enthalten oder in anderer Form unsachgemäß sind.

Verwandte Artikel

  •  
    18.
    April
    2017
    Zwei Euro für ein klimafreundliches Paket

    Zwei Euro für ein klimafreundliches Paket

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Immer mehr Logistikunternehmen handeln bei der Paketzustellung im Sinne des Umweltschutzes. Aber trägt der Verbraucher die Entscheidung auch mit? Wir haben nachgefragt.

  •  
    17.
    März
    2017
    So kommt der Hermes PaketShop zu seinem Standort

    So kommt der Hermes PaketShop zu seinem Standort

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Einen PaketShop eröffnen? Und wenn ja, wo? Dabei hilft Big Data. Aus der Reihe „Quick & Data… powered by Otto Group“.

  •  
    21.
    Dezember
    2016
    2
    Das wünschen sich Kunden bei der Paketlieferung

    Das wünschen sich Kunden bei der Paketlieferung

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Laut einer Umfrage stehen Flexibilität und Umweltfreundlichkeit beim Kunden ganz oben auf der Wunschliste für Paketlieferungen.

Beliebte Artikel

  •  
    30.
    Januar
    2017
    14

    Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Die Blogparade "Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?" startet... Jetzt mitmachen!

  •  
    09.
    Mai
    2016

    Startups und die Altersfrage

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Welche Rolle spielt eigentlich das Alter beim Gründen? Wir haben bei Startup-Unternehmern aus unterschiedlichen Branchen nachgefragt.

  •  
    17.
    August
    2016

    Erfolg im Multichannel mit flexibler stationärer Präsenz

    Icon Dr. Marlon Braumann
    (Gründer und Geschäftsführer store2be GmbH)

    Welchen Hindernissen Online-Händler auf dem Weg in den stationären Handel gegenüberstehen – und welche Lösungen es gibt.

Neueste Kommentare

Heike Ziegler zu Warum der Hype um „Prime Wardrobe“?

"Alles ist eine Frage des Marketings und ohne Marketing ist alles nichts. Auch beim Service kommt es auf..."
26.06.2017

Sabine Hirwatis zu „Die Digitalisierung verändert die Rolle der Assistentin“

"Da gebe ich Frau Nevermann Recht. Die Weiterentwicklung der Algorithmen hin oder her. Aber gegen eine..."
22.06.2017

Andreas Weiß (Managing Partner, ThesmonWellPoint) zu Brauchen wir einen Algorithmen-TÜV?

"Big Data wird die Denkweise, über Innovation, Handel, Dienstleistung, Bildung, Erziehung, Wissenschaft,..."
19.05.2017

Neueste Tweets

  • RT @s5anbeut: Schönes Camp, tolle Leute <3 Danke an @OttoGroup_Com und @30u30 ...

  • .@TarekMueller: "Wir haben Potenziale gesehen und erkannt, dass da noch was geht." Was ...

  • RT @OHN_Infoportal: „Das Rad nicht neu erfunden“: Das sagt die Otto Group zu Amazon Prime ...