02.
Februar
2016
Was macht eigentlich... die virtuelle Anprobe?

Was macht eigentlich... die virtuelle Anprobe?

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

Vor einigen Jahren noch war sie in aller Munde und versprach ein grundlegendes Problem im E-Commerce zu lösen – die virtuelle Anprobe. Sie sollte der Missing Link zwischen Inspiration und Passgenauigkeit sein („Sah der Pulli online nicht ganz anders aus?“). Denn: Im Gegensatz zum stationären Einzelhandel kann man Kleidung im Webshop nicht anprobieren – ein wesentlicher Grund für Retouren im Online-Fashion-Handel. 

Auch bei der Otto Group wurde schon früh mit entsprechender Technologie experimentiert. Auf Dauer wurden die geprüften Ansätze den Erwartungen hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Relation jedoch nicht gerecht. Aber das gilt nicht nur für die Otto Group, sondern für den gesamten E-Commerce-Markt.

Warum ist das so? 

„Größte Herausforderung bei vielen Technologien der virtuellen Anprobe sind die komplexen Prozesse, darunter das genaue Erfassen von Maßdaten zu jedem einzelnen Kleidungsstück im Sortiment. Die lückenlose, möglichst automatisierte Erfassung von Kunden- und Artikeldaten, eine schlüssige Algorithmik sowie die ansprechende Ergebnisdarstellung sind wesentliche Komponenten bei der virtuellen Anprobe. Das Zusammenspiel muss so gut funktionieren, dass der Kunde gegenüber einer Mehrfachbestellung und kostenloser Retoure einen signifikanten Mehrwert erkennt, sonst wird er die Lösung ignorieren“, so Henning Mielkau vom Innovation Management der Otto Group. 

Dennoch werden Entwickler auf der ganzen Welt nicht müde, immer neue Anwendungen zu entwickeln. Regelmäßig sichtet Henning Mielkau mit seinen Kollegen neue Konzepte, welche mitunter von namhaften Technologie-Unternehmen entwickelt wurden. 

Der Innovations-Experte: „Auf jeden Fall werden wir im Konzern das Thema weiter beobachten, denn die Vorteile der virtuellen Anprobe liegen nach wie vor klar auf der Hand. Für den Kunden bedeuten Retouren zusätzlichen Aufwand und für den Händler entstehen Kosten, folglich profitieren beide von einer guten Größenberatung. Einzelne Gruppen-Unternehmen setzen datenbasierte Anwendungen wie MiFitto oder FitAnalytics ein. Parallel wurde intern durch die Otto Group Business Intelligence eine Lösung entwickelt, welche Größenempfehlungen aus den Kauf- und Retourendaten der Artikel generiert. Auch diese wird aktuell an diversen Stellen im Konzern getestet und aufgrund der bisher positiven Erfahrungen laufend weiterentwickelt. Sofern die Testergebnisse auch weiterhin den optimistischen Erwartungen entsprechen, wird natürlich eine größtmögliche interne Verbreitung des Tools angestrebt.“


Mockup Vektor durch Freepik bereitgestellt



Kommentare

Kommentar schreiben

Hinweis
Wir freuen uns über Ihre Kommentare in diesem Blog. Die Redaktion behält sich jedoch vor, Beiträge nachträglich zu löschen, sollten diese gegen die Kommentarrichtlinien verstoßen. Dies gilt insbesondere für solche Beiträge, die rechtswidrige Inhalte, Werbung für Dritte, Spam oder Beleidigungen enthalten oder in anderer Form unsachgemäß sind.

Verwandte Artikel

  •  
    11.
    Januar
    2017
    „Das Shopping-Center wird zu einem Omnichannel-Hub“

    „Das Shopping-Center wird zu einem Omnichannel-Hub“

    Nachgefragt bei
    Icon Sebastian Baumann
    (Leiter ECE Future Labs)

    Wie bereiten sich Shopping-Center auf den Handel der Zukunft vor? Ein Gespräch mit Sebastian Baumann, der mit seinem Team innovative Projekte bei Europas Marktführer ECE vorantreibt.

  •  
    21.
    Dezember
    2016
    2
    Das wünschen sich Kunden bei der Paketlieferung

    Das wünschen sich Kunden bei der Paketlieferung

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Laut einer Umfrage stehen Flexibilität und Umweltfreundlichkeit beim Kunden ganz oben auf der Wunschliste für Paketlieferungen.

  •  
    19.
    Dezember
    2016
    Basslet: Ein Subwoofer als Wearable

    Basslet: Ein Subwoofer als Wearable

    Nachgefragt bei
    Icon Susanne Marcus
    (Head of Communications Lofelt)

    Wearables sind nicht nur für Fitness-Fans: Das Basslet by Lofelt soll Musik fühlbar machen und zu einem besonders intensiven Klangerlebnis verhelfen. Ein Interview mit Susanne Marcus von Lofelt.

Beliebte Artikel

  •  
    09.
    Mai
    2016

    Startups und die Altersfrage

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Welche Rolle spielt eigentlich das Alter beim Gründen? Wir haben bei Startup-Unternehmern aus unterschiedlichen Branchen nachgefragt.

  •  
    10.
    November
    2014

    Otto Group – Die gute Stube der digitalen Community

    Icon Robert Hägelen
    (Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation Otto Group)

    Bereits zum achten Mal traf sich am 7. und 8. November die Technologie-affine Community auf dem Barcamp zum zweitägigen Dauer-Networking und Erfahrungsaustausch bei der Otto Group in Hamburg.

  •  
    06.
    Oktober
    2016

    Paketroboter in Hamburg: Mit 6D9 durch Ottensen

    Icon Ingo Bertram
    (Corporate Communications, Hermes Europe)

    Paketzustellung per Roboter – in Hamburg ist das jetzt Realität, zumindest testweise. Im Stadtteil Ottensen hat Hermes mit Starship einen umfangreichen Pilottest begonnen. Weitere Stadtteile folgen.

Neueste Kommentare

Schneider zu Das wünschen sich Kunden bei der Paketlieferung

"Gut wäre auch, wenn die Lieferfahrer wüssten, was sie tun. Wenn auf einer Kühltruhe schon direkt auf dem..."
13.01.2017

ScottMeafe zu Ist der rasche Wandel der Handelsbranche beherrschbar?

"Hi, i think that i saw you visited my wephorum thus i came to “return the favor”.I am attempting to find..."
11.01.2017

Bardo N. Nelgen zu Das wünschen sich Kunden bei der Paketlieferung

"Sehr interessante Statistik — meine persönlichen TOP 3 sind jedoch ganz andere: 1. Lieferung an die..."
22.12.2016

Neueste Tweets

  • RT @mobilbranche: Umfrage: Die wichtigsten Mobile-Trends 2017 u.a. von @_mistermobile, ...

  • Weg mit dem (Weihnachts)Speck: Nachfrage n. Fitnessgeräten auf @otto_de steigt um 124%! Größte ...

  • Hier bekommen #Gründer was auf die Ohren. #Startups #Podcast https://t.co/nsdalXRbmW