11.
Dezember
2017
Weihnachten in Zahlen (IV): Umtausch (beinahe) kein Thema

Weihnachten in Zahlen (IV): Umtausch (beinahe) kein Thema

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

Tatort Weihnachtsbaum: Zur schönsten Zeit des Jahres spielen sich zum Teil düstere Szenen in deutschen Haushalten ab. Kriminologen würden von klassischen „Beziehungstaten“ sprechen, denn nicht selten stehen diese in Zusammenhang mit der falschen Geschenkeauswahl. Einer Groupon-Studie zufolge haben 80 Prozent der Deutschen gar einen so genannten „Unbeschenkbaren“ in ihrer Familie, also eine Person, für die es nahezu unmöglich ist, zu Weihnachten das richtige Geschenk zu finden. Bedeutet im Umkehrschluss: Auch in diesem Jahr werden wieder tausende Weihnachtspräsente vergeblich angeschafft – da hilft auch die schönste Verpackung nichts. Das bringt uns zu der Frage: Wie werden Verbraucher ihre ungeliebten Geschenke nach Weihnachten eigentlich am liebsten los? Geprägt von den fast schon traditionellen TV-Bildern, die uns weltuntergangsähnliche Szenarien von Verbrauchern im Umtauschwahn suggerieren wollen, sind wir auf Recherche gegangen und haben 3.000 Konsumenten ab 18 Jahren gefragt, wie wahrscheinlich ihrer Erfahrung nach die Rückgabe mindestens eines Geschenks ist.

Das Ergebnis überrascht: Etwas mehr als die Hälfte (51,3 Prozent) geht davon aus, dass es „sehr wahrscheinlich“ zu keinem Umtausch kommen wird. Rund ein Drittel (28,3 Prozent) wird von einem (zur Weihnachtszeit) gelockerten Umtauschrecht „wahrscheinlich“ keinen Gebrauch machen. Rechnet man die 12 Prozent der unschlüssigen Verbraucher raus, bleiben am Ende noch 8 Prozent Umtauschwillige übrig (2,8 Prozent: „sehr wahrscheinlicher Umtausch“, 5,4 Prozent: „wahrscheinlicher Umtausch“). Tatsächlich werden aber doppelt so viele Geschenke (16 Prozent) nach Heiligabend wieder umgetauscht – das belegen Daten des Marktforschers YouGov aus dem Vorjahr. Immerhin: Der Umtausch ist nicht die offensichtlichste Methode, wenn es darum geht, unerwünschte Geschenke wieder loszuwerden. Am ehesten werden diese nämlich einfach weitergereicht (25 Prozent). Beinahe genauso oft werden sie auf Nimmerwiedersehen eingelagert (22 Prozent). Nur in den seltensten Fällen (2 Prozent) werden Geschenke weggeschmissen.



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