14.
November
2017
Näher geht nicht: Wie man mit Story-Marketing Impulse setzt

Näher geht nicht: Wie man mit Story-Marketing Impulse setzt

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

Ehrlich, authentisch, aufmerksamkeitsstark: Instagram Stories lassen derzeit bei Millionen von Nutzern das Herz höher schlagen – auch bei Marketern. Mit dem Anspruch, ihre Werte erlebbar zu machen, gehen Anbieter inzwischen immer mehr dazu über, diese buchstäblich in Szene zu setzen. Das Ziel: Nähe aufbauen, das Markenbild positiv prägen. Hierfür werden kurzweilige Social-Media-Inhalte produziert, die vor allem mobil konsumiert werden; auch bekannt als Story Marketing. Neuartig hierbei ist, dass nicht unbedingt ein konkretes Produkt im Mittelpunkt steht, sondern vielmehr ein Lebensgefühl. 

Beispiel OTTO: Der Online-Händler arbeitet beim Story Marketing seit einiger Zeit mit Influencern zusammen, die den Kanal – in diesem Fall Instagram – für eine kurze Zeit übernehmen, sprich: die Inhalte selbst steuern. Das Gros bilden kurzweilige Clips, Bilder(reihen) oder so genannte Boomerangs. Model und Blogger Riccardo Simonetti beispielsweise nahm die OTTO Instagram User unlängst via Instagram Story mit zur GMK Fashion Show, wo er live aus dem Backstage-Bereich beziehungsweise vom Roten Teppich aus berichtete, dabei auch Nutzerfragen beantwortete. Näher geht es im Digitalen kaum. 

Story Marketing OTTO

Für Unternehmen und Marken liegen die Vorteile solcher Aktionen klar auf der Hand: Zum einen gewinnen sie an Sichtbarkeit bei einer jungen digital-affinen Zielgruppe, schließlich verfügen Influencer naturgemäß über sehr starke Reichweiten. Zum anderen haben sie relevante Brand-Botschafter auf ihrer Seite, die als Role Model das Kaufverhalten ihrer Zielgruppe prägen. 

Instagram das Maß aller Dinge

Dass vor allem „Behind the Scenes“-Content Nutzer und Marken bindet, hat auch bonprix erkannt, das im Story Marketing eine große Chance sieht, der Brand mehr Menschlichkeit zu verleihen. Diese Menschlichkeit führt wiederum zu einer höheren User Loyalty unter den Followern. Nach diesem Prinzip agiert auch der Living-Blog Wohnklamotte, der wie bonprix seinen Usern Einblicke in Situationen ermöglicht, die der breiten Masse bisher nicht zugänglich waren. Darunter Fotoshootings oder Events. Dabei setzen die Unternehmen vor allem auf Instagram, das mit der Einführung des „Story“-Features im Sommer 2016 eine aus Marketer-Sicht sehr attraktive Lösung geschaffen hat. Nicht zuletzt durch die nahtlose Implementierung von Stories in den Home-Feed beziehungsweise die Einbindung bei Facebook hat die Plattform Snapchat hinter sich gelassen, das vor zwei Jahren noch das Maß aller Dinge war, wenn es um kurzweiligen Social-Media-Content ging. 

Story Marketing Wohnklamotte

Das sagt der Experte:

Daniel Bichler

Daniel vom Otto Group Innovation Management bewertet Story Marketing als derzeit hochrelevantes Format im Marketing-Mix, warnt zugleich aber auch vor falschen Erwartungen: „Unternehmen und Marken halten damit ein sehr wirkungsvolles Tool in der Hand – sofern sie verstehen, es im Sinne des Nutzers einzusetzen. Dieser erkennt sehr wohl, ob man nur versucht, ihm etwas zu verkaufen oder tatsächlich daran interessiert ist, ihm einen Mehrwert zu bieten. Streng festgelegte KPIs sollten daher keine allzu große Rolle spielen, denn Story Marketing ist kein Performance-Format.“

Ist beim Story-Marketing die Zusammenarbeit mit Influencern eigentlich zwingend notwendig? „Nicht unbedingt“, stellt Daniel klar. „Sofern der Inhalt Emotionen auslöst, können Unternehmen auch selbst ihre Stories produzieren. Hier empfiehlt es sich feste Absender zu etablieren, die ihre Zielgruppe kennen und verstehen. Bei kleineren Unternehmen kommen die besten Geschichten oft von den Mitarbeitern selbst.“



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