04.
August
2017
Möbel online: Mehr als nur ein Trend

Möbel online: Mehr als nur ein Trend

  Nachgefragt bei André Müller
(Direktor Home & Living bei OTTO)

Der deutsche Online-Möbelmarkt wächst und wächst und wächst. Das geht aus einer Marktanalyse von Statista und deren Tochter Ecommerce DB hervor: Danach erzielte der deutsche Möbel- und Haushaltswarenmarkt im vergangenen Jahr einen E-Commerce-Umsatz von 3,7 Milliarden Euro – ein Plus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ähnliche Wachstumsraten erwarten die Analysten auch in den kommenden Jahren.

Mit Abstand größter Onlinehändler für Möbel und Haushaltswaren in Deutschland ist OTTO. Wir haben André Müller, Direktor Home & Living bei OTTO, gefragt, was den Onlinekauf von Möbeln für den Kunden attraktiv macht.


André, warum kaufen immer mehr Menschen Möbel & Einrichtungsgegenstände online?

André Müller: „Weil sich eCommerce Lösungen generell immer stärker durchsetzen und es einfach bequem ist. Außerdem hat der Möbelhandel traditionell einen vergleichsweise hohen Anteil an Artikeln, die nach Hause geliefert werden. Zudem vergrößert sich das Angebot stetig. Denn das Internet verschafft schließlich auch dem Möbelhandel neue Möglichkeiten, weitere Verkaufsmodelle zu etablieren und so zusätzliche Umsätze zu generieren. Der Markt für Möbel und Haushaltsartikel wächst aber auch, weil immer mehr Dienstleistungen spezifisch auf die individuellen Interessen der Kunden zugeschnitten werden. Das gilt insbesondere für die logistischen Leistungen bei Anlieferung, Mitnahme und Entsorgung sowie Aufbau- und Installationsservices. Bei OTTO ist beispielsweise der Anschluss-Service für Waschmaschinen oder Geschirrspüler kostenlos – auch bei 24-Stunden Lieferung. Und die Altgeräte-Mitnahme kann bei der Bestellung des neuen Geräts gleich mit in Auftrag gegeben werden. Viele der Hürden, die noch vor wenigen Jahren das Online-Möbelgeschäft beeinträchtigten – komplizierte Bestellprozesse, lange Lieferzeiten, hohe Versandkosten und komplizierte Retourenabwicklung – sind folglich heute gar kein Thema mehr.“


Aber gleichen diese Vorteile aus, Möbelstücke via Internet optisch und haptisch nur sehr eingeschränkt erfahren zu können?

André MüllerMüller: "Offensichtlich ist das so. Unsere speziellen Plattformen schlafwelt.de, couch.de. oder yourhome.de zeigen das sehr eindrücklich und erfolgreich. Darüber hinaus vermitteln erfolgreiche Online-Anbieter über diverse Fotos und sehr detaillierte Produktbeschreibungen aber auch einen hervorragenden Produkt-Eindruck. Bei OTTO bieten wir ergänzend noch die mit TÜV-Prädikat ausgezeichnete Kundenberatung samt Chat an. Durch virtuelle Einrichtungsassistenten sowie Apps, Konfigurationsprogramme oder Virtual Reality können die Kunden ein neues Möbel aber oft auch bereits in die eigene Wohnwelt transferiert erleben – vor dem Kauf selbstverständlich. Eben diese Services zeigen natürlich, wie viel Fantasie noch im Online-Möbelmarkt steckt und welche Erlebniswelten Kunden potenziell eröffnet werden können. Insofern halte ich den für 2021 prognostizierten Umsatz von 5,9 Mrd. EURO in diesem Segment für absolut realistisch."


Übrigens: Die Otto Group setzt weltweit fast drei Milliarden Euro im Segment Home & Living um. Allein im Raum DACH liegt der Umsatz bei weit über einer Milliarde Euro.

Gesamtvolumen der Möbel, die OTTO 2016/17 verkauft hat. Mehr OTTO-Snippets unter otto.de/unternehmen.
Gesamtvolumen der Möbel, die OTTO 2016/17 verkauft hat. Mehr OTTO-Snippets unter otto.de/unternehmen.


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