19.
August
2015
Und am Ende zählt doch der Preis

Und am Ende zählt doch der Preis

  Gastbeitrag von Daniel Bialas
(Head of Sales, spottster.com)

Heute scheinen design-liebende, nachhaltig erzogene Individualisten das Bild des modernen Marktes zu regieren. Kunden, die sich durch kostspielige Imageprodukte von Apple, Convenience-Steigerer wie den Thermomix und nostalgische Vintageprodukte wie Fixie-Fahrräder immer auch ein Stückchen Prestige kaufen – und das primär online.  

Daniel Bialas, Head of Sales bei spottster.comDoch schauen wir in die Geschichtsbücher deutscher Großunternehmen, so stoßen wir unter anderem auf den guten alten Aldi-Kampftag. Der Mittwoch, an dem die wöchentliche Schlacht der Sparfüchse ausgetragen wurde und jedem sichtbar klar machte: Der Preis ist das A und O. Doch wo sind diese Hamsterkäufe heute, die an den Wühltischen der Nation einem jeden Waterloo gleichkamen?  

Nachdem der E-Commerce immer mehr Fuß fasste, musste sich der Offline-Handel neu erfinden. Ein individuelles Kauferlebnis und die persönliche Beratung sollen den Unterschied zum Online-Markt ausmachen. Doch mittels Web-Design, kuratierten Einkaufstipps von Experten und Treueprogrammen ist Online-Shopping längst auch auf diese Dampflok seines älteren Bruders aufgesprungen.

Die Spendierhosen haben sich die Online-Kunden deshalb noch lange nicht angezogen. Im Gegenteil: Die Generation Web ist perfekt geschult in der simplen Recherche nach dem besten Angebot. Was bringt einem Anbieter da der von Topdesignern entworfene Onlineshop, wenn der Kunde das gleiche Produkt ohne erwähnenswerten Mehraufwand anderswo günstiger bekommt?


Der Preis ist der Treibstoff des Online-Absatzes

Dass der Preis die entscheidende Rolle beim Kauf spielt, unterstreicht eine Ernst & Young-Studie aus dem Jahr 2012. 44 Prozent der Befragten gaben an, aufgrund der günstigeren Preise online zu shoppen. Hinzu kommen die Preisvorteilsaktionen durch Rabatte und Coupons, welche für immerhin weitere 14 Prozent der Befragten die Attraktivität des Online-Marktes ausmachen. Sieht man also von den Bequemlichkeitsfaktoren „Zeitersparnis“ und „Verfügbarkeit“ ab, ist der Preis der Treibstoff des Online-Absatzes – weit und breit dagegen kein Zeichen von Einkaufserlebnis, Nachhaltigkeit oder einem versteckten Feel-Good-Faktor. Online ist, was es ist: günstiger.   

Diesem Ergebnis schließt sich auch die spottster Preisstudie 2014 an, die das Gesamtangebot von über 1400 deutschen Onlineshops abdeckt. Rund 36 Prozent aller Shops nutzen regelmäßig Gutscheine zur Preisgestaltung. Dabei gibt es durchschnittlich elf Gutscheine pro Shop im Jahr, mit einer Laufzeit von durchschnittlich 28 Tagen. Wer hier den Abakus zückt, dem fällt auf, dass damit durchschnittlich 308 Tage im Jahr von Gutscheinen abgedeckt werden. Der Dauerrabatt wird somit zur allgemeinen Gepflogenheit.  

Diese Beispiele machen deutlich, dass der Preis unverändert das wichtigste Argument bei Neuanschaffungen ist. Für die Konsumenten lautet die Devise allerdings: Günstig statt billig. Denn obgleich der Preis Kauftreiber Nummer eins ist, so soll er doch blumig verpackt werden. Online wie offline. Denn letztlich will der moderne Konsument eines: Aus gekauftem Stroh imageträchtiges Gold spinnen.


Über Spottster.com

Die Onlineshopping-Plattform Spottster ermöglicht Usern, eine Vielzahl von Produkten in Onlineshops wie zum Beispiel www.otto.de im Auge zu behalten. Im Unterschied zu gewöhnlichen Einkaufslisten oder Merkzetteln können sie dabei auch noch ihren Wunschpreis je Produkt angeben. Spottster merkt sich diesen und vergleicht ihn fortlaufend mit dem tatsächlichen Preis im Shop. Wird ein Produkt günstiger, informiert Spottster den User darüber umgehend. Darüber hinaus integriert Spottster automatisch für alle gemerkten Produkte die verfügbaren Gutscheine.



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