Basslet: Ein Subwoofer als Wearable
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Basslet: Ein Subwoofer als Wearable

19/12/2016

Wearables sind nicht nur für Fitness-Fans: Das Basslet by Lofelt soll Musik fühlbar machen und zu einem besonders intensiven Klangerlebnis verhelfen. Ein Interview mit Susanne Marcus von Lofelt.

Wearables gelten als eines der Trendthemen unserer Zeit. Wir nutzen sie als Fitnesstracker, wir lassen unseren Puls messen, sie zeigen uns Informationen an, wir können damit bezahlen. Das Unternehmen Lofelt geht einen Schritt weiter und hat das so genannte Basslet entwickelt. Das Ziel: Musik ganz neu erleben – mit einem kleinen Gadget am Handgelenk. Wir haben darüber mit Susanne Marcus, Head of Communications bei Lofelt, gesprochen.

Erstmal allgemein: Was ist das Basslet und wie funktioniert es?

Susanne Marcus, LofeltSusanne Marcus: „Das Basslet ist ein tragbarer Subwoofer. Es funktioniert in Kombination mit Kopfhörern und überträgt den gesamten Frequenzbereich einer massiven Bassbox direkt auf den Körper. Dabei ist es geräuschlos – und trägt sich so leicht und unauffällig wie eine Armbanduhr. Das Ergebnis ist ein sehr intensives Klangerlebnis, wie es kein Kopfhörer alleine bieten kann: Musik kann nicht nur gehört werden, sie wird darüber hinaus fühlbar.“


Das Basslet ist primär für den Musikkonsum konzipiert. Habt ihr noch weitere Anwendungsfelder im Sinn (z.B. den medizinischen Bereich)?

„Das stimmt, das Basslet ist zum Musikhören optimiert. Sein Herzstück ist die 'LoSound engine', eine hochpräzise haptische Technologie, die wir selbst entwickelt und patentiert haben – und die auch weit über den Musikkonsum hinaus einsetzbar ist. Sogenanntes haptisches Feedback wird heute im Gamingbereich – etwa in Spielekonsolen – eingesetzt, auf dem medizinischen Sektor oder im Automobilbereich.“

Das Basset: Ein Subwoofer am Handgelenk

Die beim Endverbraucher bisher etablierten Wearables wie Smartwatches und Fitnessarmbänder bedienen über einen Screen vor allem die visuelle Ebene. Das Basslet wiederum ruft eine körperliche Reaktion hervor. Die Geschichte der Wearables ist also offenbar noch nicht zu Ende erzählt. Eurer Meinung nach: Was hält die Zukunft in diesem Bereich noch für uns bereit?

„Ich tue mich schwer mit dem Begriff 'Wearables' als Produktkategorie. Er ist zum Synonym geworden für Geräte, die am Handgelenk getragen werden – aber als Konsument suche ich kein 'Wearable' – sondern etwas, womit ich mich zu einem gesünderen Lebensstil motivieren kann oder womit ich mein Musikerlebnis intensivieren kann. Das Basslet sehe ich im Laden beispielsweise eher neben Kopfhörern als neben Fitnesstrackern stehen. Sicherlich ist das Potenzial von „Wearables“ noch längst nicht erschöpft – insgesamt finde ich den Begriff als Produktkategorie aber wenig hilfreich.“


Was sind eure Next Steps in Bezug auf das Basslet? Plant Ihr einen Online-Shop o.ä.?

„Wir haben das Basslet in diesem Sommer erstmals auf Kickstarter angeboten – und dort in kurzer Zeit fast 600.000 Euro eingenommen. Das war für uns ein großer Erfolg. In den letzten Monaten haben wir das Basslet in die Produktion gebracht und konnten unseren ambitionierten Zeitplan einhalten: Noch vor Jahresende wird das Basslet an unsere ersten Kunden verschickt. Im Februar 2017 starten wir unseren Online-Shop. Bis dahin kann man das Basslet auf lofelt.com/basslet vorbestellen.“

Basslet


Susanne Marcus gehört zum Kernteam von Lofelt, dem Unternehmen hinter dem Basslet. Das Basslet kommt im Februar 2017 offiziell auf den Markt. Derzeit kann es für 179 Euro auf lofelt.com/basslet vorbestellt werden. 

Fotos: (c) Lofelt GmbH

Redaktion ottogroupunterwegs
 
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