Meine künftige Rolle in der Otto Group
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Meine künftige Rolle in der Otto Group

20/04/2015

Hier erläutert Benjamin Otto, 39, warum er sich mit seiner künftigen Rolle als gestaltender Gesellschafter der Otto Group so wohl fühlt.

Die heutige Pressekonferenz zur einjährigen Bilanz unseres erfolgreichen Startups Collins habe ich genutzt, um den Journalisten von meiner beruflichen Zukunft innerhalb der Otto Group zu berichten. Eine Journalistin brachte ein Bild ins Gespräch, jetzt müsse ich nicht mehr wie "das Kaninchen vor der (medialen) Schlange“ sitzen und laufend Fragen beantworten, ob und wann ich denn bitteschön Vorstandsvorsitzender der Otto Group werde. Wir haben alle herzlich gelacht.

Aber natürlich lebe ich gefühlt seit meinem 14. Lebensjahr mit der Frage, ob, wann und wie ich denn nun das Erbe meines Großvaters Werner Otto und meines Vaters Michael Otto bei der Otto Group antrete. Das war über zehn Jahre nach meinem Studium so, als ich eine eigene und sehr erfolgreiche Unternehmensgruppe aufgebaut habe. Und die Fragen wurden umso drängender, seitdem ich mich im Herbst 2013 entschieden hatte, innerhalb der Unternehmensgruppe mit Collins ein neues Startup für den Online-Fashionhandel aufzubauen.

Jetzt ist Collins mehr als erfolgreich den Kinderschuhen entwachsen, hat innerhalb eines knappen Jahres alle wesentlichen KPIs übertroffen, rund eine halbe Million aktive Kunden gewonnen, macht einen zweistelligen Millionenbetrag Umsatz und hat eine Geschäftsführung, die Collins weiter in eine gute Zukunft führt. Nach diesem wunderbaren und gemeinsamen Erfolg ist in den vergangenen Monaten der Entschluss gereift, ab dem 1. Juni meinen nächsten Schritt innerhalb der Otto Group zu gehen.

Dieser wird mich sehr bewusst nicht in den Vorstand der Otto Group führen, weil meine Stärken andere sind. Bereits bei Collins habe ich die Erfahrung gemacht, dass mein Talent vor allem darin besteht, richtungsweisende Strategien zu entwickeln und die Umsetzung zu ermöglichen. Ich weiß aus meiner Unternehmertätigkeit der vergangenen Jahre nur zu genau, wie sehr man als CEO vom Tagesgeschäft eingenommen wird.

Deshalb liegt mir mehr daran, aus einer übergeordneten, unternehmerischen Position heraus die weitere Transformation bestehender Geschäfte der Otto Group und den Aufbau neuer Geschäftsmodelle wie Collins, dem ich als Beiratsvorsitzender verbunden bleibe, voranzutreiben. Die Otto Group hat bei diesem Transformationsprozess ins digitale Zeitalter bereits in den vergangenen Jahrzehnten beachtliche Erfolge erzielt, auch in der Einzelgesellschaft OTTO. Aber dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Gerade die Begleitung des weiteren Transformationsprozesses der Otto Group in enger Zusammenarbeit mit meinem Vater und mit dem Vorstand wird meine künftige Rolle bei der Otto Group sein.

Als aktiver, gestaltender Gesellschafter bin ich mit Sitz und aktiver Stimme im Stiftungsrat der Michael Otto Stiftung als Mehrheitseigentümerin und ab 1. Juni 2015 im Gesellschafterrat der Otto Group vertreten. Weiterhin zum 1. Juni 2015 werde ich vom stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Rainer Hillebrand den Beiratsvorsitz des von mir mitbegründeten Startups Collins übernehmen und ziehe in den Beirat der Otto Group Beteiligungsgesellschaften E-Ventures, E-Ventures Growth Fund und Project A ein.

Darüber hinaus liegen mir auch weiterhin die eigenen unternehmerischen Aktivitäten am Herzen, so als Beirat der Internetbeteiligungsgesellschaft BPO Capital und der Projektentwicklungsgesellschaft Evoreal Holding. Gesellschaftlich bleibe ich mit der von mir gegründeten Stiftung HHI Holistic Health Institute aktiv.

Es ist diese gestalterische, unternehmerische Rolle, die Kombination aus gesellschaftlicher Steuerung und aktiver Beiratstätigkeit, die ich in Zukunft bei der Otto Group ausfüllen werde. Ich stelle mich damit der Verantwortung, meinen Teil dazu beizutragen, die Otto Group in eine weiterhin gute Zukunft zu führen. Mehr noch aber freue ich mich ganz einfach, genau meinen Stärken für die Unternehmensgruppe einsetzen zu können.

Redaktion ottogroupunterwegs
 

Kommentare

  • Andy Altmeyer

    Liebes Otto Team und sehr geehrter Herr Otto, Ich wünsche Ihnen in allen Entscheidungen eine glückliche Hand und stets überzeugende Worte damit aus dem Slogan.."Otto, finde ich gut" nicht " Otto, fand ich gut" wird. Es wird ein langer Weg und ich erwarte als Deutscher Mittelständler das sie den Arsch zusammenkneifen und durchziehen und nicht beim ersten Sturm im Wasserglas das Weite suchen. Ein deutsches Traditionsunternehmen muss erfolgreich vorleben was Möglich ist. Ich drücke Ihnen. Dem Team an der Seite alle Daumen! Viel Erfolg und jetzt heißt es bitte " am Ende zählt das Erreichte, nicht das Erzählte" Mit besten Grüßen, Andy Altmeyer www.aeins.de

    24/04/2015 09:00Uhr
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  • Carsten Gans

    Hallo Herr Otto, ich freue mich, auch zu lesen, dass Sie mit einer neuen Stiftung gesellschaftlich aktiv bleiben. Gerne würde ich mehr darüber erfahren. Leider war es mir über die üblichen Suchmittel nicht möglich, eine Internetseite zur Stiftung zu entdecken, weshalb ich um weitere Informationen oder einen Hinweis hierzu bitte. - Vielen Dank! Mit herzlichen Grüßen, Carsten Gans.

    20/02/2017 12:50Uhr
    Antworten
  • Thomas Voigt

    Lieber Herr Gans, hier helfe ich gerne weiter. Die Holistic Health Institute Stiftung befindet sich in den Anfängen und hat bewusst noch keine Internetpräsenz, um die vorhandenen Mittel gezielt einzusetzen. Fragen können Sie gerne schriftlich einreichen unter der Adresse Werner-Otto-Straße 1-7, 22179 Hamburg Beste Grüße Thomas Voigt, Otto Group

    01/03/2017 19:26Uhr
  • Thomas Voigt

    Lieber Herr Gans, hier helfe ich gerne weiter. Die Holistic Health Institute Stiftung befindet sich in den Anfängen und hat bewusst noch keine Internetpräsenz, um die vorhandenen Mittel gezielt einzusetzen. Fragen können Sie gerne schriftlich einreichen unter der Adresse Werner-Otto-Straße 1-7, 22179 Hamburg Beste Grüße Thomas Voigt, Otto Group

    01/03/2017 19:26Uhr
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