Branding digital: Ein GIF sagt mehr als 1.000 Bilder
Branding digital: Ein GIF sagt mehr als 1.000 Bilder
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Branding digital: Ein GIF sagt mehr als 1.000 Bilder

20/06/2018

In den sozialen Netzwerken sind GIFs der Renner schlechthin. Auch für Unternehmen eröffnen sich mit dem Trend neue Chancen, die eigene Marke digital zu platzieren.

Auf Twitter, Instagram, Snapchat und Co. sind sie nicht mehr wegzudenken: GIFs. Das sind kleine animierte Bilder, die ihre Botschaft meist gespickt mit viel Humor und Kreativität transportieren. Freude, Überraschung, Skepsis – alles, was sonst so schwierig in eine Textnachricht zu pressen ist, mit einem GIF ist es in kurzer Zeit kinderleicht ausgedrückt. Drum erfreuen sich die kurzen, bewegten Bildchen immenser Beliebtheit und werden in den sozialen Netzwerken kräftig geteilt, besonders von der sonst schwer zu erreichenden jungen Zielgruppe. Das macht diesen „Snackable Content“ auch für Unternehmen interessant: Immer mehr Firmen steigen deshalb auf den Zug auf, starten damit, eigene GIFs zu kreieren und den Hype für sich zu nutzen. 

Denn GIFs können das Image eines Unternehmens auf frische Art und Weise transportieren und wirken aufgrund des Charakters der persönlichen Empfehlung darüber hinaus besonders authentisch. Und das alles bei einer recht günstigen Produktion und einer teilweise kostenlosen Verbreitung durch die Nutzer selbst.

Das GIF-Ökosystem

Voraussetzung für den Erfolg eines Corporate GIFs ist, dass es von den Nutzern initial auch wirklich geteilt wird. Dreh- und Angelpunkt dafür bieten GIF-Plattformen wie Giphy und Tenor. Beide sind gewissermaßen Sammelbecken für die animierten Bilder, die dort hochgeladen und gegebenenfalls bearbeitet werden können. Unternehmen können auf den Plattformen nun eigene Brand Channel betreiben – ähnlich zu Youtube & Co. – und so die hohe Reichweite dafür nutzen, die eigene Marke mit entsprechenden Themen zu verbinden. Über Keywords finden Nutzer die auf den Plattformen hinterlegten Grafiken und teilen diese in Messenger Apps, Social Media und so weiter. Die integrierten Suchleisten für GIFs gibt es mittlerweile unter anderem bei Facebook, Twitter, Slack, Tinder, Whatsapp und iMessage. Insbesondere diese einfache mobile Nutzung beschert dem GIF-Markt ein anhaltend hohes Wachstum. Giphy allein verzeichnet täglich bereits über 1,5 Milliarden geteilte GIFs und prägt damit die visuelle Kommunikation einer ganzen Generation.

via GIPHY

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Worauf man achten sollte

Egal ob das eigene Unternehmen im GIF subtil oder offensichtlich in Szene gesetzt wird, Ziel muss es sein, als attraktivstes GIF ausgewählt zu werden. Suchen Nutzer zum Beispiel nach „home“, bieten sich ihnen viele Auswahlmöglichkeiten. Ähnlich wie bei Google, Pinterest oder Instagram werden oben gerankte Inhalte eher geteilt. Und nach oben kommt nur der, der gute Inhalte hat, die zudem zum Keyword passen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass ein zum Unternehmen ebenso passendes Thema gewählt und in den GIFs aufgegriffen wird. Zu einer Sportmarke passen beispielsweise Themen wie „sport“, „lifestyle“ oder „health“. Skurril und wenig authentisch wäre es allerdings, wenn die Sportmarke sich im GIF beispielsweise plötzlich mit genüsslicher Schlämmerei in Verbindung bringt.

Noch sind Corporate Accounts in Deutschland recht selten. Künftig wird sich das aber sicherlich wandeln. Und auch wenn die kurzen animierten Bildchen auf den ersten Blick vor allem amüsieren, ernst zu nehmen ist der Trend für Unternehmen allemal.


Artikelbild: Freepik


Daniel Bichler

Daniel Bichler ist Teil des Otto Group Innovation Management. Das Team scannt laufend den Markt in Hinblick auf Neuerungen mit Technologiebezug, die hohes Marktpotenzial oder starken Einfluss auf das Kerngeschäft des Unternehmens vermuten lassen und initiiert mit Partnern aus dem Konzern gemeinsame Pilotprojekte. Das Expertenteam ist Teil des gut 30-köpfigen E-Commerce Competence Centers der Otto Group.

 
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