21.
Dezember
2017
„Das Bewusstsein für nachhaltige Produkte steigt“

„Das Bewusstsein für nachhaltige Produkte steigt“

  Nachgefragt bei Ben Köhler
(Senior Projektmanager Corporate Responsibility bei OTTO)

Nachhaltig einkaufen leicht gemacht: In einem Ranking der 100 umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland haben das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und der Verbraucherschutzverein Fo.KUS Konsum, Umwelt und Soziales untersucht, welche Onlineshops am besten über Nachhaltigkeit informieren. Wir freuen uns, denn unter den ersten fünf Plätzen sind drei Shops der Otto Group vertreten: Platz 1 für otto.de, quelle.de direkt dahinter auf Platz 2 und bonprix.de belegt Platz 4. Wir haben Ben Köhler, Senior Projektmanager Corporate Responsibility bei OTTO, gebeten, uns einen kleinen Einblick in die nachhaltige Produktwelt auf otto.de zu geben, und uns einige Fragen zu beantworten.

Ben, erster Platz für otto.de im Nachhaltigkeitsranking - was bedeutet das für euch?

Ben KöhlerBen Köhler: „Ich bin natürlich sehr stolz und wir freuen uns über diese tolle Auszeichnung unserer Arbeit bei OTTO. Und natürlich zeigt es uns auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Gute Produktinformationen sind die Basics und dazu gehören für mich ganz selbstverständlich auch nachhaltigkeitsbezogene Produktinformationen. Wir haben bei OTTO eine starke Tradition zum Thema Nachhaltigkeit, mit ambitionierten, strategischen Zielen, die sich auch im Produktangebot widerspiegeln. Für die Kommunikation dieses Engagements sind die richtigen und sichtbaren Produktinformationen das Fundament. Konkret: Wenn wir unser Ziel 100 Prozent nachhaltige Baumwolle kommunizieren, erwarte ich als Kunde auch diese Produkte auf otto.de zu finden.“


Wenn ich auf otto.de einkaufe, welche Informationen bekomme ich als Kunde?

Köhler: „Wir möchten unseren Kunden das Einkaufserlebnis so komfortabel wie möglich machen: Wer beim Shoppen bewusst nachhaltige Produkte sucht, soll sich nicht erst in unzählige Nachhaltigkeitslabel einarbeiten – in unserem breiten OTTO-Sortiment sind es mittlerweile schon über 20, wie zum Beispiel Cotton made in Africa, FSC oder der Blaue Engel. Seit 2015 kennzeichnet unser GOODproduct-Logo deshalb alle Produkte auf otto.de, die von einem oder mehreren unabhängigen Labels zertifiziert sind. Dadurch erkennen unsere Kunden auf einen Blick, dass die Produkte gut sind – für Mensch und Natur. Und das sind aktuell bereits mehr als 13.000.“


Und wo finde ich diese Infos?

Köhler: „Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Szenario 1: Du landest auf der Startseite von otto.de und gibst direkt in die Suchleiste ‚GOODproduct‘ ein. Anschließend werden dir alle nachhaltigen Artikel in unserem Shop angezeigt. Über weitere Filter kannst du dich ganz einfach durch die für dich relevanten Sortimente klicken. Szenario 2: Du kannst in der Suche aber auch ganz gezielt, zum Beispiel nach „nachhaltigen Jeans“, suchen und bekommst alle GOODproducts aus dieser Kategorie angezeigt. Szenario 3: Du willst dir einen neuen Kleiderschrank kaufen und hast dich schon über unseren Möbel-Shop in die Kategorie ‚Kleiderschränke‘ navigiert. Auch hier hast du wieder die Möglichkeit ganz einfach nach nachhaltigen Produkten zu filtern. Das funktioniert übrigens auch in anderen Kategorien, wie zum Beispiel Damenmode.“


Wie stellt ihr sicher, dass ihr gute Produkte in Kooperation mit den richtigen Partnern auf otto.de holt?

Köhler: „Indem wir klare Vorgaben und Standards für unsere Partner definieren. Zum Beispiel haben wir Echtpelze schon seit 1991 aus unseren Sortimenten verbannt und mit dem konzernweiten Code of Conduct die Einhaltung von Sozialstandards sowie Regeln zu Umweltschutz, Arbeitssicherheit und -gesundheit festgehalten.“


Bei vielen Kunden hängt der Kauf eines Produktes in erster Linie von Aussehen und Preis ab. Warum hebt ihr in eurem Onlineshop auch das Thema Nachhaltigkeit hervor?

Good Product Logo

Köhler: „Natürlich sollen aus Kundenperspektive die neu gekauften Produkte in erster Linie gefallen, wenn dann der Preis noch stimmt – umso besser. Für mich zählt die Information ‚nachhaltiges Produkt‘ genauso zu einer transparenten Produktkommunikation, wie die Information über den Produktpreis. Und kann letztendlich auch ein Entscheidungskriterium für den Kauf sein, wenn ich beim Shoppen direkt den Hinweis bekomme ‚Hey, dieses Produkt ist ein GOODproduct‘. Darüber hinaus, haben wir uns ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt: Bis 2020 wollen wir in unseren Eigensortimenten auf 100 Prozent nachhaltige Baumwolle umstellen. An der Erreichung dieses Ziels hängen natürlich auch Produkte - und die wollen wir im Shop, vor allem durch die Kennzeichnung mit dem GOODProduct-Logo, sichtbar machen.“


Schätzt der Kunde diese zusätzlichen Informationen?

Köhler: „Da gibt es natürlich Unterschiede, aber wir haben gemerkt, dass die Informationen für einen Teil unserer Kunden sehr relevant sind. So kaufen Kunden, die ihre Produkte über den Nachhaltigkeitsfilter suchen und in den Warenkorb legen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit, im Vergleich zu denjenigen, die nicht nach dem Attribut ‚nachhaltig‘ filtern. Und ich kann noch einen weiteren Insight verraten: Besonders beliebt, sind unsere nachhaltigen Produkthinweise in den Kategorien Haushalt, Möbel und Heimtextilien. Es ist toll zu sehen, dass das Bewusstsein für nachhaltige Produkte steigt – und auf otto.de bieten wir den ‚Suchenden‘ mit dem GOODproduct-Logo eine tolle Möglichkeit für ein bewusstes Einkaufserlebnis.“



Kommentare

Kommentar schreiben

Hinweis
Wir freuen uns über Ihre Kommentare in diesem Blog. Die Redaktion behält sich jedoch vor, Beiträge nachträglich zu löschen, sollten diese gegen die Kommentarrichtlinien verstoßen. Dies gilt insbesondere für solche Beiträge, die rechtswidrige Inhalte, Werbung für Dritte, Spam oder Beleidigungen enthalten oder in anderer Form unsachgemäß sind.

Verwandte Artikel

  •  
    28.
    November
    2018
    Weihnachten – kein Fest der Miete

    Weihnachten – kein Fest der Miete

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Alle Jahre wieder... steht der Weihnachts-Shopping-Stress vor der Tür. Warum nicht einfach mal ein Geschenk mieten? Wir fragten nach – mit sehr deutlichem Ergebnis.

  •  
    08.
    November
    2018
    Vorsicht Minengebiet: Usability beim Online-Shoppen

    Vorsicht Minengebiet: Usability beim Online-Shoppen

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Heute ist World Usability Day – ein guter Anlass, um für einen kurzen Moment die Aufmerksamkeit auf einen Hidden Champion der digitalen Produktentwicklung zu lenken.

  •  
    02.
    November
    2018
    Kommt das Paket bald auf dem E-Longboard?

    Kommt das Paket bald auf dem E-Longboard?

    Nachgefragt bei
    Icon Michael Peuker
    (Sustainability Manager bei Hermes Germany)

    Lässt sich der Einsatz von Elektrokleinstfahrzeugen (u.a. E-Longboards) mit den Herausforderungen der Paketzustellung kombinieren? Wir baten einen Experten von Hermes Germany um eine Einschätzung.

Beliebte Artikel

  •  
    31.
    Januar
    2018
    10

    Blogparade #Zukunftsblick: Die Welt von morgen

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Autonom fahrende Autos, Shopping über Spracheingabe, Bitcoin statt Bargeld, eine neue Kultur in der Arbeitswelt: Wie sieht die Welt von morgen aus? Das Thema unserer Blogparade #Zukunftsblick.

  •  
    16.
    August
    2018

    „Menschen über 50 leben nicht in der digitalen Steinzeit“

    Nachgefragt bei
    Icon Melanie Atencio u. Sebastian Keck
    (Mobile-Projektmanager Witt-Gruppe)

    Immer mehr Best Ager gehen ins Netz – auch übers Smartphone. Was bedeutet das für die Entwicklung von Shopping-Apps speziell für diese Zielgruppe? Zwei Experten geben Tipps.

  •  
    24.
    August
    2018
    1

    Eine ordentliche Portion Mut für die Gewohnheitstiere

    Nachgefragt bei
    Icon Petra Scharner-Wolff
    (Konzernvorständin Finanzen, Controlling und Personal)

    Die Digitalisierung stellt die Welt auf den Kopf. In Zeiten des Wandels braucht es also: Mut. Petra Scharner-Wolff erklärt, wie ein Konzern lernen kann, mutig zu sein.

Neueste Kommentare

Viola Flambe zu Wie bonprix nach weiblichen IT-Talenten sucht

"Danke für die Coding Challenge. Bitte weiter so. "
17.12.2018

Katharina zu Podcast #13: (Fast) Alles über Conversational Commerce

"DEVICE = Gerät Wir haben auch im Deutschen viele ausreichende, gut beschreibende Worte. Warum werden..."
18.11.2018

Stefan Richter zu Podcast #13: (Fast) Alles über Conversational Commerce

"Interessant, wo sich das Business hinentwickelt"
01.11.2018

Neueste Tweets

  • RT @HamburgAI: Did already grab your ticket for the next #HamburgAI event? Experts from ...

  • #eSports, ein derzeit viel diskutiertes Thema. Als einer der ersten Arbeitgeber in der ...

  • Hach, alle Jahre wieder: #Weihnachtsmarkt auf dem @otto_de Campus! ❤️ #Weihnachten ...