11.
Mai
2015
Deutsche Startups schneller an die Börse

Deutsche Startups schneller an die Börse

  Dr. Lars Finger
(Direktor E-Commerce Competence Center Otto Group)

In Kürze startet die Deutsche Börse ihr Programm zur Finanzierung von Startups, das Deutsche Börse Venture Network. Ziel ist es laut Pressemitteilung, „Unternehmen und Investoren zusammenzuführen, um effektiv die Finanzierungssituation für junge, wachstumsstarke Unternehmen zu verbessern“. Damit reagiert eine der größten Börsen der Welt auf das boomende Geschäft mit der neuen Gründerkultur.

Dr. Lars FingerAus Sicht eines Wagniskapitalgebers – und somit auch aus Sicht der Otto Group – ist dieses Konzept zunächst einmal grundsätzlich interessant: Zum einen, weil es einen neuen Zugang zu vielversprechenden Geschäftsmodellen bietet, zum anderen, weil deren Börsengang um einiges beschleunigt wird – der Exit ist für Investoren immer der Abschluss eines Engagements. Auf Dauer würde ich mir jedoch wünschen, dass es einen flexibleren Weg zur Finanzierung von Wachstumsunternehmen gibt. Hier schließe ich mich dem Bundesverband Deutscher Startups an, der sich in einer Stellungnahme ebenfalls grundsätzlich positiv zum Deutsche Börse Venture Network äußert, mittelfristig jedoch ein eigenes Börsensegment für diesen spannenden Markt einfordert.

Übrigens: Das Deutsche Börse Venture Network geht mit einer Reihe illustrer Startups an den Start, darunter Auctionata, eine unter anderem von der Otto Group geförderte Online-Auktionsplattform für Kunstgegenstände. Ein Grund mehr für mich, die weitere Entwicklung dieses Projekts aufmerksam zu verfolgen.


Die Otto Group ist seit 2008 mit e.ventures im Venture-Capital-Business aktiv. Die 100-prozentige Beteiligungsgesellschaft der Otto Group investiert erfolgreich in digitale Geschäftsmodelle in der Early- & Later-Stage-Phase. Seit 2012 ist die Otto Group zudem an dem operativen Frühphaseninvestor und Company Builder Project A Ventures als Gründungspartner und Hauptinvestor beteiligt.



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