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Ein Paket für Europa

04/07/2014

Begünstigt die EU-Verbraucherrechterichtlinie zum internationalen Handel das grenzüberschreitende Shopping? Wir von Hermes haben nachgefragt.

An der Internationalisierung im Handel führt heute kein Weg vorbei. Händler, die am wachsenden „Kuchen“ (E-Commerce) teilhaben möchten, müssen international Präsenz zeigen. Befeuert wird dieses Credo durch die aktuell kontrovers geführte, wenn auch ein Stück weit überfällige politische Debatte um den Freihandel, die Öffnung von Grenzen und ein vereintes Europa. Passend dazu ist am 13. Juni die EU-Verbraucherrechterichtlinie (VRRL) in Kraft getreten. Sie soll den europäischen Binnenmarkt harmonisieren und den internationalen Handel fördern. Ein hohes Ziel –  aber kann die Richtlinie das leisten? Und was erwartet der Handel?

   

Das sagen deutsche Versandhändler 

Wir haben nachgefragt. Und in Deutschland 104 Händler zum Thema interviewt. Das Ergebnis überrascht: So stehen viele Versandhändler der EU-Richtlinie sogar eher kritisch gegenüber. 47% der befragten Händler gaben zwar an, dass die weltweite Nachfrage im Handel zunimmt. Doch nur 11% sind der Ansicht, dass dies auf die VRRL zurückzuführen ist. Mehr als jeder Vierte (28,4%) glaubt sogar, dass die VRRL den internationalen Versand nicht begünstigt. Dabei versenden ca. drei Viertel dieser Händler bereits ins Ausland, wenn auch oft nur selektiv.  Jedoch planen 40%, ihr Cross-Border-Geschäft auszubauen. Was sind die Herausforderungen? Hier gibt es einen klaren Trend. 

Als die Top 3 Hindernisse wurden genannt:

Die Versandkosten (71,1%) – anbieterunabhängig empfunden als größte Hürde

Die Zollgebühren (42%) – nur relevant beim Versand in Länder außerhalb der EU

Retouren-Handling und nationale Besonderheiten, z. B. bei Versand und Payment. (jeweils 26,5%).


Hermes EuroParcel: Ein Netzwerk für Europa  

Parallel zur Umfrage hat Hermes am 1. Juli das größte, postunabhängige Paketnetzwerk für Privatkunden (2C) in Europa eröffnet. Dank der Kooperation mit nationalen Transportpartnern, z.B. der Konzernschwester Mondial Relay, gehören dazu u.a. ab sofort 36.000 PaketShops in Europa. Service ist das verbindende Element - z.B. mit dem Angebot einer Retourenlösung inklusive Sendungsverfolgung in ganz Europa. Viele Kunden schätzen die Alternative. Denn mit seiner traditionellen Präsenz in den wichtigsten E-Commerce-Märkten, gemessen am dort generierten Sendungsaufkommen, deckt Hermes bereits heute 85% des EU-Paketmarktes ab. Das Ziel lautet jetzt: 100% der Kunden in Europa zu erreichen.   

Claudia Schanz, Corporate Communications Hermes Europe

Kontraproduktiv sind hingegen Vorstöße einzelner Anbieter, exklusive, im Wettbewerb nicht kompatible Paketkästen zu bewerben. Vielmehr muss das Ziel der Branche sein, sich im Interesse ihrer europäischen Kunden eng zu vernetzen und konsensfähige Lösungen zu finden.   

Umfrage zum internationalen Versandhandel
Redaktion ottogroupunterwegs
 
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