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Vorbildlicher Einsatz

03/12/2014

London macht’s vor – und zeigt eindrucksvoll, wie eine erfolgreiche Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im städtischen Umweltschutz aussehen kann.

London macht’s vor – und zeigt eindrucksvoll, wie eine erfolgreiche Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im städtischen Umweltschutz aussehen kann. 

CR-Beauftragte bei Hermes EuropeInnerhalb weniger Jahre hat Bürgermeister Boris Johnson in London mächtig aufgeräumt, und die ehemalige Hauptstadt der Umweltsünden zu einer Vorzeigemetropole im Umweltschutz gemacht. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Die Vernetzung der maßgeblichen Akteure, die eine erfolgreiche City Logistik braucht, hat funktioniert. Der Verdienst der einzelnen geht dabei sicher nicht weiter, als wir es hierzulande kennen – das Ergebnis ist aber dennoch oder gerade deshalb ein Erfolg. 

 1. DIE POLITIK – Als politische Figur streitbar, ist es Boris Johnson (ehem. Herausgeber des Nachrichtenmagazins The Spectator) gelungen, seine Agenda gut zu verkaufen. Oft populistisch, sicher nicht „nach Lehrbuch“, aber volksnah. Eine Politik der kleinen Schritte, eine Politik des Pragmatismus. Und die überzeugt. Im November hat Johnson in London seinen Fahrplan zur Erreichung der EU-Emissionsziele für ein „grüneres London“ vorgelegt. Das heißt: Verkehrsberuhigte Umweltzonen, alternative Antriebe für alle, 25 km durchgängiger Fahrradweg. Chapeau: Grüne Realpolitik!     

2. DIE WIRTSCHAFT – Johnson hat es geschafft, Incentives für die Wirtschaft zu setzen. Hermes ist der erste, in London aktive Logistiker, der darauf reagiert hat. Ab sofort stellt der Paketdienst London-weit nur noch unter Einsatz von Elektromobilität zu – 100% emissions- und schadstofffrei. Dafür sind bei einem Transportpartner 44 Elektrotransporter (Renault Z.E.) im Einsatz, und damit die größte gewerbliche Elektroflotte in einer europäischen Großstadt. Boris Johnson lobte den Vorstoß als „vorbildlich für die Logistikunternehmen in London, die insgesamt gefordert sind, einen wachsenden Beitrag zur Verbesserung der Luftgüte in London zu leisten.“ Ein tolles Lob – aber ganz Europa ist weiterhin am Zug.   

Denn insbesondere die Vorleistung der Politik, für den Masseneinsatz von Elektromobilität auch die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen, steht weitest gehend noch aus. Unternehmen, die wie Hermes bereit sind, aus eigenem Antrieb elektrische Mobilität zu erproben, tun dies nach wie vor größtenteils aus eigener Tasche – gewissermaßen als Überzeugungstäter, und mit der eigenen Motivation einer „Investition in die Zukunft“. Dass diese jetzt möglichst schnell beginnt, ist auch Aufgabe der Politik. Es geht dabei nicht nur um Subventionen, sondern vor allem um „grünes Licht“ bzw.: positives Zutun. Hermes plädiert z. B. seit langem dafür, die Busspuren im öffentlichen Nahverkehr für Lieferfahrzeuge, die elektrisch mobil unterwegs sind, zu öffnen. Das wäre ein erster, guter Schritt. Was spricht dagegen? Die Signalwirkung wäre zumindest gegeben.


Weitere Informationen entnehmen Sie der offiziellen Pressemitteilung.

Redaktion ottogroupunterwegs
 
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