23.
Mai
2014
Erosionsschutz in der Otto Group

Erosionsschutz in der Otto Group

  Dr. Rainer Hillebrand
(Stv. Vorstandsvorsitzender der Otto Group)

90 Prozent aller Online-Shops und 30 Prozent aller stationären Filialen werden bis 2020 nicht überleben, erklärte Prof. Dr. Nikolaus Mohr vergangene Woche in einem Interview auf Wirtschaftswoche Online. Von einer Bewertung der plakativen Aussagen bzgl. der Überlebensraten von Stationär- und Onlinehändlern abgesehen, decken sich die von Prof. Dr. Mohr getroffenen Aussagen zum Großteil mit unserer eigenen Erwartungshaltung. 

Die angesprochenen Entwicklungen im Stationärhandel haben für die Händler der Otto Group aus technologischer Sicht dabei zweierlei Bedeutung:    

Zum einen entwickeln die Distanzhändler der Gruppe Strategien, um sich im hart umkämpften E-Commerce Markt zu differenzieren und von der von Prof. Dr. Mohr erwähnten Verschiebung der Umsätze von Offline zu Online bestmöglich zu profitieren. Durch die Online verfügbaren Datenmengen stehen dem E-Commerce im Vergleich zum Stationärhandel überlegene Möglichkeiten der Angebotspersonalisierung zur Verfügung. Dieser komparative Vorteil des Online-Handels ist z.B. ein Kernaspekt des gerade gelaunchten Onlineshops „AboutYou“ aus dem Projekt „Collins“.    

Zum anderen können wir die Stärken des E-Commerce auch im stationären Umfeld ausspielen. Gute Beispiele dafür sind der Omnichannel-Ansatz des im vergangenen Jahr eröffneten Sportscheck Flagship-Store in München und die strategische Initiative „Mobile first“, welche die Kundeninteraktion auf die auch im stationären Umfeld immer präsenten mobilen Endgeräte ausrichten soll. Über solch innovative Ansätze beschreiten wir mit unseren Multichannel-Unternehmen die erforderlichen Wege zum Schutz vor der Erosion im Stationärhandel.



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