11.
Oktober
2016
#ausfehlernlernen – Erste FuckUp-Night der Otto Group

#ausfehlernlernen – Erste FuckUp-Night der Otto Group

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

Es gehört eine Menge Mut dazu, von gescheiterten Projekten, gefloppten Geschäftsmodellen und großen Herausforderungen aus der beruflichen Laufbahn zu erzählen. Vor allem, wenn man im Vorstand eines großen Online-Handelsunternehmens sitzt. Petra Scharner-Wolf (Otto Group), Marc Opelt (OTTO) und Markus Fuchshofen (Bonprix) haben sich getraut. Und 200 Zuhörer am Otto Group Campus in Hamburg lauschten gespannt.­­­

Den Auftakt machte Marc Opelt. Er sprach von seinen Anfangszeiten bei OTTO Office und von Mirapodo, das zeitgleich mit Zalando in den Markt eintrat und am Ende doch gnadenlos vom Konkurrenten überholt wurde. Opelt betonte, dass es sich lohnt, für seine Überzeugungen einzustehen – und zwar am besten mit guten Supportern an der Seite, die einen wieder aufrichten, wenn wirklich mal alles schief läuft. Wichtigstes Learning: Wir können alle Fehler machen, müssen wir aber nicht. Aus Fehlern zu lernen, bedeutet enorme Drucksituationen auszuhalten. Und eines sollte man sich auch immer bewusst machen: „Es gibt auch ein Leben außerhalb der Arbeit, und das ist noch wichtiger!“   

Markus Fuchshofen stellte mit dem ehemaligen Bonprix-E-Commerce-Projekt Jungstil aus dem Jahre 2008 sogar einen prämierten „Fuck up“ vor. Nach drei Jahren „Toben auf der grünen Wiese im Sandkasten“ zogen er und sein Team den Schlussstrich: „Es ist wichtig, irgendwann zu sagen, wir kriegen es nicht hin.“ 

Petra Scharner-Wolff erzählte von ihrer Zeit in Hanau bei Schwab. Mit einem Minimal-Budget sollte ein neues Lager vor Ort aufgebaut werden. Was auch gelang – allerdings war dies aufgrund einer Fehlkalkulation mitnichten groß genug, um dort die Waren von Mytoys unterzubringen, wie es eigentlich geplant war. „Die immense Unterstützung meines gesamten Teams in dieser Krisensituation war unvorstellbar. Das war die tollste Erfahrung dabei, zu sehen, wie eine Gruppe zusammen wachsen und gemeinsam für ein Ziel kämpfen kann.“ Eine weitere Lehre, die sie daraus ziehen konnte: „Man sollte im Vorwege eines Projektes immer auch die Kritiker hören, ihre Warnungen wertschätzen und ernst nehmen. Du kannst hinfallen, aber du musst wieder aufstehen… und weitermachen!“   

#ausfehlernlernen 

In einem Punkt waren sich alle einig: Fehler passieren, aber mit den richtigen Menschen an seiner Seite lässt sich das Beste aus ihnen lernen. Und das Glück hatten alle drei: den Rückhalt aus ihrem Team und von ihren Vorgesetzten. Im Anschluss an die Veranstaltung war in den meisten Gesichtern abzulesen, dass die erste FuckUp-Night der Otto Group kein Fehler war. Fortsetzung folgt!


Über die FuckUp-Night:
Entstanden – wie sollte es anders sein – ist die FuckUp-Night in der Startup-Szene: Gründer sprechen vor Publikum offen über Niederlagen und Fehler mit dem Zieles es in Zukunft besser zu machen bzw. andere vor den gleichen Fehltritten zu bewahren. Inzwischen finden in ganz Deutschland FuckUp-Nights statt. Mehr zum Thema gibt es hier.



4

Kommentare

  • Philipp Großklaus

    "Hallo Hilka,

    vielen Dank, wir melden uns! Beste Grüße von der ottogroupunterwegs-Redaktion"

    14. Januar 2019 14:58
  • Hilka

    "Hallo zusammen,
    ich bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen und würde mich gerne mit einem der Organisatoren der Otto Group FuckUp Night austauschen. Meine Deutsche Bahn Kollegen und ich möchten demnächst ebenfalls eine FUN organisieren und wären sehr an Euren Learnings und Erfahrungen interessiert! Würde mich sehr freuen, von Euch zu hören!

    Viele Grüße aus Frankfurt
    Hilka"

    11. Januar 2019 10:38
  • Isabelle (Redaktion)

    "Liebe Christiane, 
    die Otto Group FuckUp-Night ist eine klassische "Eigenproduktion". Made in Hamburg-Bramfeld sozusagen... :-)
    Viele Grüße, Isabelle"

    18. Dezember 2017 16:21
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