20.
Juli
2016
Pokémon Go: Chance für Stationärhändler. Und für E-Commerce?

Pokémon Go: Chance für Stationärhändler. Und für E-Commerce?

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

Pokémon Go hat innerhalb kürzester Zeit einen weltweiten Hype ausgelöst. Millionen Menschen gehen auf die Straßen und jagen mit ihren Smartphones Pokémon. Das Spiel beruht auf zwei Prinzipien: Augmented Reality und Location-Based Services. Der Spieler bewegt sich in der realen Welt und stößt unterwegs auf die Pokémon (Location-Based), diese werden dann im Bildschirm des Smartphones in das Kamera-Bild gelegt und „eingefangen“ (Augmented Reality). Auch zahlreiche Händler wittern ihre Chance und locken Spieler mit besonderen Angeboten zu ihnen, zum Beispiel 20 Prozent Nachlass auf Autoteile-Händler für jene, die vor Ort Pokémon einfangen. Es gibt viele weitere Beispiele, Marketing-Medien und Berater versuchen schnellstmöglich, weitere Tipps & Tricks für Händler zu veröffentlichen.  

Geht der Pokémon-Hype am E-Commerce vorbei?

Doch wie sieht es bei E-Commerce-Unternehmen aus? Diese haben meist keine stationären Verkaufsflächen, zu denen sie die Spieler mit Angeboten locken könnten. Eine Chance könnte jedoch im Marketing liegen. E-Commerce-Unternehmen stehen üblicherweise vor der Herausforderung, ihre Zielgruppen auch in der realen Welt zu erreichen. Wenn Nintendo das Sponsoring eigener Punkte, an denen sich die Spieler treffen, für Unternehmen eröffnet, könnte sich dies durchaus auch hier als Chance für spontanes Brandbuilding erweisen.

Wie sehen Sie dies? Ist Pokémon Go auch für E-Commerce-Player eine Chance für Marketing oder eher irrelevant? Schreiben Sie als Blogger gerne einen kurzen Blog-Beitrag dazu, kommentieren Sie hier oder teilen Sie Ihre Meinung einfach mit uns über Twitter unter #PokemonGO #ecommerce. Wir sind gespannt!



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Kommentare

  • Dominic Staub

    "Ich sehe hier vor allem auch Probleme für den e-commerce. Während der Online-Handel ja vor allem mit Bequemlichkeit punktet ist genau das etwas was die Konsumenten vielleicht gar nicht mehr wollen.
    Bevor ich mir den neuen USB-Stick online bestelle könnte ich ja auch einen Spaziergang durch die Stadt machen, ein par Pokestops mitnehmen und mir dann den Stick im Media-Markt kaufen. Man ist geradezu froh darüber einen Grund zu haben das Haus zu verlassen und nützliches mit spielerischem zu verbinden.

    Gleichzeitig tun sich im Werbemarkt natürlich viele Chancen auf. Neben den vielen Bewegungsdaten, die gesammelt werden, sorgt Pokemon auch dafür, das bestimmte Plätze häufiger als sonst frequentiert werden, weil sich beispielsweise mehrere Pokestops überschneiden. Dies könnte insbesondere bei der Buchung von Offline-Werbeflächen eine Rolle spielen.

    Das alles hängt aber in erster Linie davon ab, ob Niantic es schafft die Spieler auch dauerhaft zu begeistern. Es wäre ebenso möglich das der Trend schon in wenigen Monaten verläuft."

    20. Juli 2016 15:35
  • Florian Treiß (Location Insider)

    "Kurzfristig kann der E-Commerce vom Hype um Pokemon Go v.a. im Abverkauf von passenden Artikeln zum Spiel profitieren: Handy-Zubehör wie eine Powerbank (damit beim Spielen im freien nicht der Saft ausgeht), neue Handys (für angefixte Spieler, die das Spiel nicht ewig auf ihrer alten Krücke spielen wollen) und auch Merchandise zum Spiel. Die Monster dürften etwa als Kuscheltiere einen Aufwind bekommen.

    Ansonsten macht die momentan spannendste Funktion für Händler, die "Lockmodule" und künftig auch die "Sponsored Locations", v.a. für Händler mit stationärem Auftritt Sinn: Wie wäre es mit einer Pokemon-Jagd durch die Filialen von MyToys, SportScheck oder Edited?

    Ansonsten hat das Spiel, wie schon Falk geschrieben hat, womöglich eine gewisse Enabler-Funktion, um die Mixed Reality alltagstauglich zu machen. "

    20. Juli 2016 13:11
  • Falk Hedemann

    "Augmented Reality und Location Based Services gibt es in der Tat schon lange. Beiden Technologien wurde eine große Zukunft vorrausgesagt. Foursquare wurde beispielsweise mal als Retter des Stationärhandels hoch gehypt. Geblieben ist davon nicht viel. Und auch für Augmented Reality gab es einige beeindruckende Anwendungsszenarien. Doch durch die Decke ging auch AR/VR nie. Warum also jetzt mit Pokémon Go?
    Es fehlte noch eine weitere Zutat: Gamification! Erst über eine spielerische Kombination der beiden Technologien gelang eine perfekte Verbindung. Dazu kommt dann noch, dass die Pokémons nicht neu sind und somit viele Fans aus der Gameboy-Ära reaktivieren konnten.
    Was wir daraus lernen können, wird sich erst noch zeigen. Vermutlich wird es viele weitere Versuche mit ähnlichen Kombinationen geben, doch für den E-Commerce sehe ich kaum neue Chancen. Allerdings kann Pokémon Go durchaus einen positiven Effekt auf den E-Commerce haben. Dann nämlich, wenn AR/VR-Anwendungen endlich von der Masse akzeptiert und von den E-Commerce-Betreibern hochwertig in Anwendungen umgesetzt wird. Virtuelle Anproben sind da sicher erst der Anfang…"

    20. Juli 2016 11:23

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