Stationärgeschäfte der Otto Group öffnen ihre Türen
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Stationärgeschäfte der Otto Group öffnen ihre Türen

11/03/2021

Es ist soweit: Am 08. März öffneten sich die ersten Türen der im Stationärhandel tätigen Konzerngesellschaften der Otto Group wieder – nach zwölf Wochen Lockdown. Nach intensiven Beratungen hatten sich Bund und Länder zwar zuvor auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März 2021 geeinigt – gleichzeitig jedoch verbunden mit der Möglichkeit erster Öffnungsschritte auch im Einzelhandel und abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen. Wie reagieren die Filialisten im Konzern auf den komplexen Stufenplan?

Bei der Witt-Gruppe sind derzeit 36 Standorte geöffnet – alle in Ortschaften mit einer Inzidenz unter 50. An weiteren 57 Filialen mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wird Termin-Shopping angeboten („Click&Meet”). 23 Standorte sind auf Grund zu hoher Inzidenzwerte in den betreffenden Regionen noch geschlossen.

Werner Bodensteiner, Bereichsleiter Stationär bei der Witt-Gruppe: „Die Schwierigkeit dabei ist, dass sich Inzidenzen permanent auch über die definierten Grenzen hinweg verändern und so den erlaubten Status beeinflussen. Zu allem Überfluss haben die Länderregierungen die Beschlüsse aus der Ministerpräsidentenkonferenz verändert, jeder ein bisschen anders. Mit einer Zahl von 116 Filialen verteilt auf viele Landkreise mit unterschiedlichen Regelungen nicht wirklich lustig und kaum zu domptieren! Erste Erfahrungen: Auf den ersten Blick sind die Umsätze ganz ordentlich. Was sich wie rechnet, zum Beispiel Öffnung im Vergleich mit Termin-Shopping, können wir aktuell noch nicht bewerten.“

Bei Manufactum sind bereits seit dem 8. März wieder alle Warenhäuser in Deutschland geöffnet. An den Standorten in NRW, Stuttgart und München sind die Geschäfte komplett geöffnet und das komplette Sortiment darf angeboten werden. An allen anderen Standorten wird vor Ort aktuell etwa die Hälfte des Sortimentes im direkten Verkauf angeboten, alle anderen Produkte können via „Click&Meet“ gekauft werden. Bei Manufactum Brot&Butter können überall wieder Brot- und Backwaren sowie frische Lebensmittel gekauft werden. Die Gastronomie bleibt weiterhin geschlossen.

„Die Freude über die Wiedereröffnungen ist nicht nur intern bei allen Kolleg*innen sehr groß, sondern natürlich vor allem auch bei unseren Kund*innen. Bereits am Wochenende erreichten uns zahlreiche Anrufe und Nachfragen, welche Einkaufsmöglichkeiten wir anbieten werden. So waren die ersten Termine für ein persönliches Shoppingerlebnis schnell vergeben. Dass wir nun an vielen Standorten sogar komplett geöffnet haben, muss sich noch rumsprechen. In unserem Warenhaus in Wien, das jetzt seit wenigen Wochen wieder geöffnet hat, sehen wir, dass die Frequenzen zwar deutlich geringer sind, die Kund*innen aber gezielt zu uns kommen und sich freuen, ihre Produkte wieder vor Ort kaufen zu können. Wir sind optimistisch, dass auch unsere Kund*innen in Deutschland ähnlich agieren und gerne wieder zu uns ins Warenhaus kommen, denn dort können sie das Manufactum Einkaufserlebnis – unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen – ab jetzt wieder genießen.“, so Jörg Kanabei, Head of Retail beim Waltroper Unternehmen.

Die Möglichkeit von „Click&Meet“ wird auch bei Bonprix genutzt: „Montag ist bei uns im Bonprix Store in der Hamburger Mönckebergstraße das Terminshopping gestartet. Für uns ist dies vor allem ein Signal für unsere Kundin, dass wir weiter für sie da sind und ihr neben „Click&Collect” damit einen weiteren Service anbieten. Das Angebot wird bereits angenommen. In der Umsetzung funktioniert Terminshopping für uns sehr gut, da wir ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept haben und unser digital assistierter Shoppingprozess ein sicheres und kontaktminimiertes Einkaufserlebnis bietet. Die Frequenz in der Stadt ist allerdings trotz diverser „Click&Meet”-Angebote von Händlern überschaubar. Wir werden weiter sehr genau die Entwicklungen beobachten und unsere Angebote flexibel anpassen“, so Daniel Füchtenschnieder, Vice President Retail bei Bonprix.

Schnell reagiert hat auch Lascana: „Bereits am Montag war es uns von den örtlichen Behörden aus möglich, unseren Store in Böblingen und am Dienstag unsere Stores in Baden-Baden sowie Koblenz wieder zu eröffnen.“ Und Terminshopping? „Bei drei weiteren Lascana Stores starten wir zum Ende der Woche die Einführung von „Click&Meet”​​​​​​​. Sollte sich dieser Test als erfolgreich erweisen und von unseren Kund*innen gut angenommen werden, könnten wir uns die Ausweitung dieses Services auch für weitere Stores vorstellen. Unsere übrigen 20 Stores bleiben vorerst geschlossen", erläutert Olaf Koopmann, der als Teil der Lascana Geschäftsführung die Bereiche Logistik, Prozesse, Planung, Steuerung sowie den stationären Handel in Form der Lascana Stores verantwortet. Er zeigt sich zuversichtlich: „Die Wiedereröffnung einzelner Stores hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen – bereits am ersten Tag nach der Öffnung unserer ausgewählten Stores lagen wir vom Umsatz an diesem Tag deutlich über dem Vorjahresniveau. Insbesondere starke Umwandlungs-Quoten waren hierfür ausschlaggebend. Die Kund*innen sind bei uns also zielgerichteter in die Stores gekommen, dadurch haben auch deutlich mehr Besucher*innen etwas gekauft. Wir blicken daher sehr gespannt und mit Zuversicht den nächsten Wochen entgegen.“

Seit Montag sind auch die Mytoys Filialen in Lübeck und Worms geöffnet. Die anderen Standorte starten ab dem 11. März mit „Click&Meet“. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Frankonia: Derzeit sind fünf Filialen entsprechend den Hygienevorschriften bei einem Inzidenzwert unter 50 geöffnet. Der Großteil darf mit Terminvereinbarung besucht werden. Lediglich die Standorte Erfurt und Hannover müssen auf Grund zu hoher Neuinfektionen in der Region bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Infokasten

Der Einzelhandel darf bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner öffnen. Die Zahl der Kund*innen im Geschäft ist begrenzt. Für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche gilt ein Kund*in pro 10 Quadratmeter, darüber hinaus 20 Quadratmeter.

Bei einer stabilen oder sinkenden 7-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner darf der Einzelhandel mit Terminshopping-Angeboten („Click&Meet“) öffnen. Dabei benötigt jede*r Kund*in eine Terminbuchung für einen begrenzten Zeitraum und je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Redaktion ottogroupunterwegs
 

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