Umfrage zeigt: Verbraucher kaufen im Netz Alltagsprodukte – und haben keine Lust auf Heimsport
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Umfrage zeigt: Verbraucher kaufen im Netz Alltagsprodukte – und haben keine Lust auf Heimsport

30/03/2020

Seife vor Games, Pizza vor Reisen – Konsum im Netz folgt dieser Tage einem klaren Muster. Wir haben auf Grundlage einer Online-Umfrage ein aktuelles Stimmungsbild erfasst.

In Zeiten von Corona hat wohl schon jeder beim Aufsuchen von Ladengeschäften eines dieser Szenarien erlebt: Regale, insbesondere bei Produkten des täglichen Lebens, sind wie leer gefegt. Oder: Das angesteuerte Geschäft ist vorübergehend geschlossen. Der Gang ins Internet wird folglich unausweichlich. Erlebt E-Commerce dieser Tage einen spürbaren Schub? Vor allem: Welche Produktkategorien sind derzeit am gefragtesten? Über eine Onlineumfrage unter 1.000 Teilnehmern sind wir diesen Fragen auf den Grund gegangen. Dabei wird deutlich, dass Konsumenten insbesondere nach Produkten* verlangen, die im Alltag unentbehrlich sind, allen voran: Kleidung (40 Prozent) sowie Lebensmittel und Hygieneprodukte (beide 35 Prozent). Elektroartikel rangieren mit 27 Prozent auf Rang drei.

Auch wenn die Zeiten selten besser waren, einen gesünderen Lifestyle zu starten: Fitnessgeräte (8 Prozent) landen am seltensten im Warenkorb. Nur Reisen (4 Prozent) – verständlicherweise - und Haushaltsgeräte (3 Prozent) werden noch weniger erworben. Vielmehr wollen sich Konsumenten in Zeiten des eingeschränkten Kontakts ablenken: Dafür spricht die sichtbare Nachfrage nach Büchern (25 Prozent) und Unterhaltungselektronik (22 Prozent). Auch der vermehrte Gang ins Home Office macht sich in den Online-Käufen bemerkbar: 15 Prozent aller Artikel zahlen auf die Kategorie Büroartikel ein.

Umfrage Onlineshopping Corona

Sind dies die Parameter eines Booms im Onlinehandel? Tatsächlich gaben 43 Prozent der Befragten an, gegenwärtig tendenziell mehr im Netz zu bestellen – mehr noch: Beinahe genauso viele (41 Prozent) können sich vorstellen auch nach der überstandenen Corona-Krise vermehrt über diesen Kanal zu shoppen. Dabei ist der Gang ins Internet dieser Tage für alle Beteiligten teilweise herausfordernd: Wie eine Umfrage des Händlerbunds Anfang März dieses Jahres ergab, hat mehr als die Hälfte der Händler Schwierigkeiten, ihre Leistung zu erbringen. Die Ursachen liegen unter anderem in der Logistik: Die Bilder von Lkws, die in kilometerlangen Staus an deutschen Grenzübergängen feststecken, sind uns wohl bekannt. Das zeigt: Internet schützt vor leeren Regalen nicht.

*Die hier abgebildete Online-Umfrage spiegelt nicht den Warenabsatz in den Shops der Otto Group wider, sondern liefert ein allgemeines Marktbild. Mehrfachnennungen waren möglich.

Redaktion ottogroupunterwegs
 
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