Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor
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Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor

01/04/2015

Unternehmenskultur – in vielen Unternehmen wurde die Kultur lange Zeit nicht thematisiert. Aber die Zeiten ändern sich.

Eine gute Unternehmenskultur ist heute gerade bei der Generation Y oft wichtiger als ein Firmenwagen oder ein hohes Gehalt. Diese Generation bringt hohe Erwartungen, Forderungen und Hoffnungen auf den Arbeitsmarkt, die Rede ist häufig von einem Wertewandel. Aber was macht eine gute Unternehmenskultur eigentlich aus?

Je vergleichbarer Produkte und Dienstleitungen werden, desto mehr wird der Charakter und die Kultur eines Unternehmens zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Insbesondere e-driven companies konkurrieren um talentierte, motivierte und engagierte Mitarbeiter. Wie Traditionsunternehmen in diesem Wettbewerb bestehen können, beschreibt Jürgen Bock, Leiter Kulturentwicklung Otto und Corporate Values Otto Group.

Für den Mitarbeiter ist der unmittelbare Botschafter der Unternehmenskultur meist die direkte Führungskraft. Sie symbolisiert das Unternehmen. Führungskräfte, die sich vom Silo-Denken lösen und statt ihres Egos die Leistungen ihrer Mitarbeiter in den Vordergrund rücken und sich dabei durch einen guten Charakter auszeichnen, sind deshalb heute besonders gefragt.

Engagement, Vertrauen und Loyalität bekommt das Unternehmen von seinen Mitarbeitern nur, wenn sie sich anerkannt und geschätzt fühlen. Davon hängt entscheidend ab, ob die Mitarbeiter kooperieren und sich mit ihren unterschiedlichen Qualifikationen gut ergänzen. Somit ist es von großer Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens, wie Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern umgehen. Nur wer als Führungskraft seine Mitarbeiter erreicht und die Konzentration auf eine fruchtbare Zusammenarbeit lenkt, kann Wettbewerbsvorteile erlangen. In diesem Sinne hat jede Führungskraft eigentlich nur eine Person zu führen – sich selbst.  

Jürgen BockEine starke Kultur verleiht einem Unternehmen also eine Seele und ein Gesicht – das hat nicht nur eine starke Innenwirkung sondern ist auch für die Darstellung des Unternehmens nach Draußen relevant. Häufig entscheidet ein Kandidat danach, ob er einen Job annimmt oder nicht. Dabei wird die Bedeutung der Unternehmenskultur von den meisten Unternehmen nach wie vor unterschätzt. „Culture eats strategy for breakfast“ hat der Managementvordenker Peter Drucker einmal festgestellt.

Ich sehe das ähnlich. Natürlich braucht jedes Unternehmen eine gute Strategie. Aber: Sieben von zehn Strategien scheitern, wenn sie als theoretische Konstrukte die Besonderheiten und den Einfluss der Unternehmenskultur nicht bedenken. Dann wird die weiche Kultur zur harten Wirklichkeit, die darüber entscheidet, ob eine Strategie unterstützenden Rückenwind oder lähmenden Gegenwind erfährt.


Redaktion ottogroupunterwegs
 
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