Vorsicht Minengebiet: Usability beim Online-Shoppen
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Vorsicht Minengebiet: Usability beim Online-Shoppen

08/11/2018

Heute ist World Usability Day – ein guter Anlass, um für einen kurzen Moment die Aufmerksamkeit auf einen Hidden Champion der digitalen Produktentwicklung zu lenken.

Heute ist World Usability Day – ein Aktionstag, der seit 2005 jährlich von der User Experience Professionals Association ausgerufen wird. Ein Tag für die Geschichtsbücher? Mitnichten! Aber ein guter Anlass, um zumindest für einen kurzen Moment die Aufmerksamkeit auf einen Hidden Champion der digitalen Produktentwicklung zu lenken. Denn mit der Usability ist das ein bisschen wie mit dem Toilettenpapier: Man bemerkt sie erst, wenn sie nicht da ist. Ihr Platz ist für gewöhnlich in der zweiten Reihe, hinter den Stars, um die sich im Digitalen alles dreht: Waren, Services, Informationen. Kurz gesagt:Benutzerfreundlichkeit, so das etwas sperrigere Synonym für Usability, wird von den Nutzern digitaler Produkte kompromisslos erwartet.

Umso bitterer die Quittung seitens der Nutzer, wenn diese nicht gegeben ist – insbesondere im Online-Handel. Dies untermauern die Ergebnisse einer kürzlich von uns lancierten Online-Befragung unter 1.000 Personen: So gaben 52 Prozent an, einen Online- oder Mobile-Einkauf schonmal mittendrin wegen schlechter Bedienbarkeit des Shops abgebrochen zu haben. Einzelfälle oder generelles Problem? Wir bohrten tiefer und baten um eine ehrliche Einschätzung, in dem wir – bezugnehmend auf den nach wie vor wachsenden Mobile-Commerce – folgende These in den Raum stellten: „Onlinehändler legen generell zu wenig Wert auf eine gute Bedienbarkeit ihrer Shopping-Apps“. Das Ergebnis fördert eine durchaus ambivalente Haltung zutage: 53 Prozent der Befragten teilen diese Ansicht nicht, während der Rest durchaus Nachbesserungsbedarf sieht. Eine fast schon bemerkenswerte Zahl in Zeiten von A/B-Tests, UX-Forschung und transparenter Feedbacksysteme.

Da hilft auch das Drehen an der Preisschraube nicht. Denn bei der Frage, ob Nutzer eine App mit schlechter Nutzerführung eher in Kauf nehmen würden, sofern die Preise im Shop stimmen, antworteten 70 Prozent mit nein. Qualität geht also immer noch vor Quantität – ein bisschen wie beim Toilettenpapier.


Sidekick:

Wie steht die Otto Group in Sachen Usability da? Die nachfolgende Statistik bildet das Ergebnis einer Statista-Expertenbefragung zum E-Commerce-Marktführer in Bezug auf die Usability in Deutschland im Jahr 2017 ab. Mit otto.de, aboutyou.de und bonprix.de liefert die Otto Group drei Best Practices. Vorn liegt amazon.de.

Welches Unternehmen der deutschen E-Commerce-Branche ist aus Ihrer Sicht Marktführer in Bezug auf die Usability?

Artikelbild: Freepik.com

Redaktion ottogroupunterwegs
 
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