28.
November
2018
Weihnachten – kein Fest der Miete

Weihnachten – kein Fest der Miete

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

Mieten ist das neue Kaufen – ein Trend, auf den immer mehr Online-Händler setzen. Als Pionier vorneweg der E-Commerce-Riese otto.de, der mit OTTO NOW bereits seit 2016 in diesem Feld mitmischt. Mit Erfolg: Aus anfangs 70 Produkten im Portfolio sind inzwischen 500 geworden. Tendenz steigend. Anbieter wie zum Beispiel Tchibo, Conrad oder Saturn sind mittlerweile nachgezogen. Und auch der Markt spiegelt den Trend zum Mieten wider: Einer Anfang 2018 herausgegebenen Studie des Beratungsunternehmens PwC zufolge haben 39 Prozent Deutschen in den zwölf Monaten vor der Befragung Share-Economy-Angebote genutzt. Im Ländervergleich* gilt der deutsche Markt mit einem Volumen von 23 Milliarden Euro klar als Spitzenreiter. Damit wird einmal mehr deutlich: Aus dem Nischen-Thema Sharing-Economy entwickelt sich hierzulande ein Massentrend.

Doch auch Trends haben Grenzen, und bei Miet-Modellen ist es das Weihnachtsfest. 

Dies lässt sich deutlich aus den Ergebnissen einer von durchgeführten Online-Befragung unter 1.000 Teilnehmern über den Marktforscher Appinio herauslesen, bei der wir herausfinden wollten, welche Haltung Konsumenten zu gemieteten Waren unterm Weihnachtsbaum haben.

Miet-Geschenke zu Weihnachtenzoom

Das Stimmungsbild ist deutlich: Demnach halten es 86 Prozent für unwahrscheinlich, ihre Liebsten mit einem gemieteten Geschenk zu überraschen. Das gilt andersrum genauso: 79 Prozent lehnen den Erhalt von Geschenken auf Zeit zu Weihnachten ab. Dabei wissen Konsumenten durchaus, was sie an gemieteten Produkten haben: Mit 47 Prozent zählt das ausgiebige Testen vor einem Kauf zu den wesentlichen Vorteilen, gefolgt von einem vereinfachten Umtausch (32 Prozent) und der Möglichkeit, hochpreisige Waren verschenken zu können (22 Prozent)**. Dennoch werden in diesem Jahr wohl nur die wenigsten Geschenke von einer Miet-Plattform kommen. Ein Gutes hat es ja: Die Retourenquote im Online-Handel dürfte (zumindest dadurch) nicht signifikant steigen.

* Dieser basiert auf einer repräsentativen Befragung von 4.500 Konsumenten in Belgien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, der Türkei und Deutschland im Spätsommer 2017. Unter diesen Ländern ist Deutschland mit einem Volumen von weit mehr als 20 Milliarden Euro der größte Share-Economy-Markt, weshalb hierzulande 2.000 Personen befragt wurden.

**Mehrfachnennungen waren möglich



Podcast über Mietmodelle im E-Commerce



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