16.
Oktober
2017
Wenn Daten Freunde ersetzen: Fashionkauf im Web 4.0

Wenn Daten Freunde ersetzen: Fashionkauf im Web 4.0

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

„Daten sind das Öl im E-Commerce“ – wer kennt ihn nicht, den Leitspruch? Der Phrase allmählich etwas überdrüssig, setzen Tech-Experten immer häufiger auf eine neue Analogie, die bei Stakeholdern wohl ein Stück weit den Pawlow’schen Reflex auslösen soll:

Harlinghausen auf der Neocom

Digital-Evangelist Curt Simon Harlinghausen (@harlinghausen)
findet Daten offenbar auch sehr lecker…

Bacon? Eine Erklärung für diesen geschmacksorientierten Vergleich liefert der IBM Analytics Blog: „Today, data is the new bacon. It sizzles; it’s crispy; it’s essential to the complete buffet of geographic information systems (GIS). There are no eggs without bacon. Likewise, you can’t run GIS or advanced location analytics without data.“

Was für geobasierte Services gut ist, kann für den Kauf von Mode im Internet ja nicht schlecht sein. Soll heißen: Wer als Händler seine Trendorientierte Fashion an den Mann beziehungsweise die Frau bringen möchte, sollte dies nicht ohne Daten tun. Soweit so gut. Umso interessanter wird diese Aussage aber, wenn man sich der Bedeutung von Daten für den Kunden selbst bewusst wird. Denn dieser schätzt durchaus algorithmische Empfehlungen (ca. 31 Prozent) – und zwar fast genauso stark wie die Meinung von Freunden (ca. 36 Prozent). Das ergab eine Umfrage, die wir kürzlich unter 1.000 Verbrauchern durchgeführt haben.

Gerade die zunehmende Bedeutung von KI-basierten Lösungen im E-Commerce verleiht der oben beschriebenen Erkenntnis zusätzliche Relevanz, denn sie lässt dem Traum vom Chatbot als intelligenten Modeverkäufer Flügel wachsen. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, denn rund 34 Prozent der Befragten wollten sich nicht festlegen und gaben an, weder auf die Meinung von Freunden, noch auf die Empfehlung durch Daten zu setzen. Das Rennen um die beste Inspirationsquelle für Fashion im Web ist damit eröffnet.



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