Digital kann mich mal? Arbeitnehmer und der digitale Wandel
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Digital kann mich mal? Arbeitnehmer und der digitale Wandel

15/08/2017

Wir wollten wissen, wie Arbeitnehmer die zunehmende Digitalisierung in ihrem Unternehmen wahrnehmen und haben 1.865 Personen hierzu befragt.

Die Zukunft der Arbeit ist massiv von der Digitalisierung geprägt. Wer schon länger im Berufsleben steht, weiß, dass Abläufe und Prozesse früher selten von heute auf morgen angepasst wurden, getreu dem Motto: „Never change a running system!“. Das hat sich inzwischen radikal geändert. Das leise Verschwinden der Stechuhr markierte den Anfang der Digitalisierung am Arbeitsplatz. Heute sind Desk-Sharing, Cloud-Collaboration oder Co-Working in vielen Unternehmen Standard. Am Ende des Tages manifestiert sich die Digitalisierung von Unternehmen und Organisationen also immer auch am Arbeitsplatz selbst, und Mitarbeiter werden zu stillen Beobachtern der digitalen Transformation. 

Wir wollten wissen, wie Arbeitnehmer den digitalen Wandel in ihrem Unternehmen wahrnehmen und haben 1.865 Personen hierzu befragt. In einem ersten Schritt baten wir die Teilnehmer auf einer Skala von eins bis zehn zu bewerten, wie gut deren aktueller Arbeitgeber momentan für die digitale Zukunft gerüstet ist. Nur 8,6 Prozent bescheinigten ihrem Unternehmen in diesem Bereich Bestnoten. Tatsächlich liegt der Durchschnittswert bei 6,2 – knapp über Mittelmaß. 

Leitbilder von Unternehmen sind weitgehend bekannt

Erhalten Arbeitnehmer in Deutschland eigentlich genügend Raum, um eigene Ideen zur Digitalisierung einbringen zu können? 43,1 Prozent der Befragten bestätigten dies. 28 Prozent hingegen haben aufgrund ihrer Position angeblich keine Möglichkeit, in Digitalisierungsfragen ihre eigene Handschrift zu hinterlassen. Knapp 19 Prozent können nach eigenen Angaben nichts ausrichten. Zehn Prozent wollten hierzu keine Angaben machen.

Im Zuge der Digitalisierung wird es für Unternehmen immer entscheidender, die eigenen Mitarbeiter mitzunehmen und zu aktivieren. Das bestätigen nicht zuletzt auch die oben dargestellten Umfrageergebnisse. Umso wichtiger ist es, die Vision beziehungsweise das Leitbild des Unternehmens gegenüber der Belegschaft klar und deutlich zu vermitteln. Wie erfolgreich sind Unternehmen in diesem Fall?
Immerhin: Rund 31 Prozent der Befragten kennen den übergeordneten Plan ihres Unternehmens und orientieren sich auch daran. 25,2 Prozent kennen diesen zumindest in Teilen. Rund zwölf Prozent gaben an, das Leitbild ihres Unternehmens zu kennen, sehen aber keinen Bezug zu ihrer täglichen Arbeit. 12,4 Prozent kennen es gar nicht. 

Bedenklich: 7,2 Prozent haben ganz offensichtlich keinen Bezug zum Leitbild ihres Arbeitgebers und gaben an, dass ihnen dieses auch egal sei. 3,4 Prozent konnten mit dem Begriff nichts anfangen. 9,1 Prozent wollten bei der Frage keine Angabe machen.


Weitere spannende Insights zu Arbeitsformen der Zukunft liefert übrigens auch der Geschäftsbericht der Otto Group in seiner aktuellen Ausgabe. Darin findet sich unter anderem auch ein Gespräch zwischen Sabine Bendiek, Geschäftsführerin von Microsoft Deutschland, und Petra Scharner-Wolff, Finanzvorständin der Otto Group, über Flexibilität, Kreativität und das Büro der Zukunft.

Redaktion ottogroupunterwegs
 
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