13.
April
2018
Wie nützlich sind Karriere-Hacks aus dem Internet?

Wie nützlich sind Karriere-Hacks aus dem Internet?

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

Sie tragen plakative Titel wie „Mit diesen sechs Wörtern vermasselst du dir die Gehaltsverhandlung“ oder „So überzeugst du auf ganzer Linie im Vorstellungsgespräch“: Gutgemeinte Ratschläge, die die Karriere in Schwung bringen sollen. Vom Publikumsmedium bis zum Wirtschaftsblatt – aus allen Ecken strömen Beiträge dieser Art in die Newsfeeds der Nation. Oftmals aufbereitet als kurzweilige Listicals.

Digitales Karrierecoaching im Vorbeigehen – das kommt nicht von ungefähr, denn die zunehmende Digitalisierung verändert nicht nur die Art, wie wir arbeiten, sondern schafft auch immer mehr Raum für neue Standards. Und das gilt bei weitem nicht nur für den Rekrutierungsprozess: Ist die Tinte unterm Arbeitsvertrag erstmal trocken, lauern bereits neue Herausforderungen: „Wann genau spricht man eine Gehaltserhöhung an?“. „Welcher Führungsstil ist derzeit en Vogue?“. „Warum kriege ich nur doofe Projekte ab?“. Da kommen Tipps à la „Was ich am Casual Friday tragen darf und was nicht“ doch genau richtig. 

Echt witzig: Mit Maske am PC

Schlechter Scherz = Karriere adé?

Ist Arbeit wirklich so unberechenbar geworden? Können ein falsches Wort oder ein schlechter Scherz tatsächlich eine ganze Karriere zum Einsturz bringen? Fakt ist: Auch in Zeiten mobiler Arbeitswelten ist und bleibt das Büro die Arena für beruflichen Erfolg. Umso genauer wollten wir wissen, wie die Doktrinen der New-Work-Bewegung grundsätzlich wahrgenommen werden. Hierzu haben wir bei 1.000 Personen mit einer Blitz-Umfrage nachgehakt.

Das Ergebnis:

Etwas mehr als ein Viertel (25,5 Prozent) ist Karriere-Hacks aus dem Netz gegenüber neutral eingestellt. Generelle Meinung: „Unterhaltsam, aber ohne großen Mehrwert“. Dem gegenüber steht eine etwa genauso große Fraktion an Befürwortern, die dem Job-Knigge 4.0 sogar etwas Positives abgewinnen können. 14 Prozent der Befragten wenden Gelesenes proaktiv an, während 13 Prozent sogar noch ein bisschen weiter gehen und klar fordern: „Gebt uns mehr davon!“

Unterm Strich nimmt die Hälfte der Befragten jedoch eine (mehr oder weniger) kritische Haltung ein – und die sieht im Detail so aus: Je 16 Prozent sehen entweder keinen Bezug zur Realität, fühlen sich durch die Häufigkeit der Erscheinungen regelrecht genervt oder sagen klar heraus: „Lässt mich völlig kalt“. 

Listicals und kurzweilige Artikel sind so alt wie das Internet und werden daher auch weiterhin über den Äther gehen – hoffentlich zugunsten von Nutzwert und Relevanz. Nicht dass wir uns am Ende Gedanken darüber machen müssen, „Wie man die eigene Karriere mithilfe des Mondkalenders plant“.



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