Zukunft beginnt zu Hause: Die eigenen vier Wände als Epizentrum der Digitalisierung
09
03

Zukunft beginnt zu Hause: Die eigenen vier Wände als Epizentrum der Digitalisierung

09/03/2021

Zeitersparnis, Komfortsteigerung, mehr Freiraum für Kreativität – das alles verspricht das digitale Zuhause. Die Corona-Pandemie hat dabei die private Digitalisierung beschleunigt. Wer viel Zeit daheim verbringt, setzt sich intensiver mit der Optimierung der eigenen vier Wänden auseinander. Wie sieht ein typischer Tag in einem „Smart Home“ aus? OTTO-Innovationsexperte Jörg Heinemann lebt selbst in einem und gewährt einen Blick durchs Schlüsselloch.


Produktivität noch vor dem Aufstehen

Während die Familie noch friedlich schläft, schuftet einer bereits: der Rasenmähroboter. Ähnlich einem Saugroboter kennt er die zu bearbeitenden Areale und fährt sie verlässlich ab. Dadurch bleiben Jörg jährlich viele Stunden manuelles Rasenmähen erspart. „Das sogenannte Smart Gardening schenkt Freizeit und erlaubt es Hobbygärtnern, sich mit den Freuden der Gartenarbeit zu beschäftigen und Unliebsames der Maschine zu überlassen. Besonders praktisch ist es, den Mähroboter auf Zuruf stoppen zu können, wenn die Kinder im Garten spielen“, so Jörg. Auch die Bewässerung des Gartens kann automatisch reguliert und den Wetterbedingungen vor Ort angepasst werden. Möglich machen dies verschiedene Sensoren im Garten sowie entsprechende Programme der Smart-Gardening-Anbieter, in die sogar Wetterprognosen einfließen.

Zusammen mit einer privaten Wetterstation auf dem Dach, Helligkeitssensoren, verschiedenen Bewegungsmeldern, Kameras mit Objekterkennung sowie weiteren Sensoren im Haus lassen sich auch Beleuchtung und Temperierung der Innenräume vollautomatisch steuern. Der Schritt zu einem effizienteren Energiemanagement und damit zu mehr Nachhaltigkeit kann jedoch auch durch kleine Anpassungen erfolgen, beispielsweise durch smarte Thermostate. „Das hat sehr schnell einen positiven Effekt auf die Heizkosten und sorgt dabei für raumindividuellen Komfort“, erklärt Jörg.

Die eigenen vier Wände als Epizentrum der Digitalisierung

Zuhause ist, wo der Kaffee bereits auf dich wartet

Das Smart Home passt sich dank vernetzter Geräte an die persönlichen Bedürfnisse der Bewohner*innen an. Smarte Haushaltsgeräte werden zusehends Standard und lassen sich per Sprache und App von überall steuern. „Morgens im Bad bereits per Sprachbefehl die Kaffeemaschine und den Backofen vorzuheizen, ist purer Komfort“, so Jörg.

Auch Alltagsgegenstände, die bislang wenig Aufmerksamkeit erregt haben, werden durch smarte Technologien zum Highlight des Zuhauses – zum Beispiel die Beleuchtung oder Rollläden: „Mit gekoppelten Smart Home-Produkten und Apps können Routinen erstellt werden, bei denen sie gleichzeitig oder nacheinander aktiviert werden. Per individuell festgelegtem Sprachbefehl startet dann beispielsweise die Dinner-Playlist, das Licht wird in bestimmten Bereichen gedimmt und die Rollläden fahren herunter.

Nach dem Abendessen ist die Zeit des Home Entertainments. Streaming-Geräte oder Multiroom-Entertainment-Systeme sorgen für individuelle Unterhaltung. Eine Störung durch überraschenden Besuch gibt es dabei nicht mehr: „Dank der Smart-Security-Kamera werde ich immer informiert, wenn etwas auf dem Grundstück passiert – das ist natürlich noch praktischer, wenn man nicht da ist.“ Wo wir gerade gedanklich unterwegs sind: Neben unerwartetem gibt es natürlich auch heiß ersehnten Besuch. „Wenn es an der Gartenpforte klingelt, kann ich auch aus der Ferne in Echtzeit über die smarte Video-Türklingel und mein Smartphone mit der Paketbotin kommunizieren und sie aufs Grundstück lassen. Da auf Smart Displays und TV-Geräten inzwischen auch Online-Shopping möglich ist, klingelt es aktuell häufiger.“

Die Zukunft hat bereits begonnen

Ist Jörgs Smart Home ein Einzelfall? Vielleicht in diesem Umfang. Aber: Deutschlands Haushalte werden smarter. Was für manch eine*n klingen mag wie Science-Fiction, wird immer realer. Laut Statista waren 2020 bereits in 7,2 Millionen Haushalten mindestens eine Smart-Home-Anwendung im Einsatz – bis 2024 soll ihre Zahl auf 13,2 Millionen steigen. „Spätestens in 15 Jahren sind Haushaltsgeräte ohne Vernetzungsoption ausgestorben“, prophezeit Jörg.

Vielen Dank für den Einblick!

OTTO-Innovationsexperte Jörg Heinemann

Jörg Heinemann ist Principal Innovation & Digitalisation beim Onlinehändler OTTO. Seine ausgewiesene Expertise zu den Themenkomplexen Internet of Things und Connected Home bringt er auch auf Verbandsebene beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ein. Bevor er 2012 zu OTTO gestoßen ist, war er unter anderem im Online-Marketing von TUI Cruises und CineStar tätig. Erste E-Commerce Erfahrung sammelte er schon zu Schulzeiten mit einem von ihm gegründeten Versandhandel für Angelköder- und Zubehör. Jörg ist gern gesehener Speaker auf Fachkonferenzen und Panel-Talks.

Redaktion ottogroupunterwegs
 
Kommentar schreiben
Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Hinweis

Wir freuen uns über Ihre Kommentare in diesem Blog. Die Redaktion behält sich jedoch vor, Beiträge nachträglich zu löschen, sollten diese gegen die Kommentarrichtlinien verstoßen. Dies gilt insbesondere für solche Beiträge, die rechtswidrige Inhalte, Werbung für Dritte, Spam oder Beleidigungen enthalten oder in anderer Form unsachgemäß sind.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen