Zusammen is(s)t man weniger allein: Lunchen wird digital
04
05

Zusammen is(s)t man weniger allein: Lunchen wird digital

04/05/2020

Ein Bonmot besagt: Essen verbindet. Und nicht nur das: Essen – gerade im Business – ist Austausch, Stressabbau und manchmal auch Ideenschmiede. Wie gelingt das in Zeiten, wo sich der physische Handlungsspielraum auf die eigenen vier Wände beschränkt? Ein paar Beispiele aus der digitalen Meetingkultur der Otto Group.

Teamspirit, Gemeinschaftsgefühl, Vernetzung und privater Austausch: Wie läuft das eigentlich, wenn man nicht nur mal für ein, zwei Tage im Homeoffice arbeitet, sondern Remote Work zum Dauerthema wird? Üblicherweise ist das eher eine Herausforderung für Teams, die standort- oder gar länderübergreifend zusammenarbeiten. Aktuell zeichnet sich die Arbeit im Homeoffice für viele Menschen aber ja eher als „the new normal“ ab – auch in Bereichen, in denen dies noch vor wenigen Wochen eher die Ausnahme oder sogar undenkbar war.

Wenn die mit der plötzlichen Umstellung einhergehenden technischen Fragen geklärt sind und sich die virtuelle Zusammenarbeit etabliert, dann ist es plötzlich wieder da: das Bedürfnis nach dem zwischenmenschlichen Austausch. Aber was tun, wenn man sich nicht mehr morgens mit den Kolleg*innen in der Teeküche trifft oder in der Mittagspause mit dem Team gemeinsam in die Kantine gehen kann?

Essen verbindet

In vielen Bereichen und Unternehmen der Otto Group haben sich längst virtuelle Mittagspausen, Kaffee-Dates oder auch mal ein After Work-Bier per Videokonferenz etabliert. Einen Schritt weiter in der Vernetzung geht seit Mitte April das digitale Lunchroulette der Otto Group. Schon vor der Corona-Pandemie gab es in den Konzernunternehmen analoge Formate um Mitarbeiter*innen in der Mittagspause miteinander zu vernetzen und so den Austausch zu fördern. Mit dem digitalen Lunchroulette gibt es nun erstmals die Möglichkeit sich konzernweit, standortübergreifend mit Kolleg*innen zu vernetzen und zum virtuellen Mittagessen zu verabreden. Kolleg*innen können sich vorab über unsere Mitarbeiter-App OG2GO anmelden, bekommen eine*n zufällige*n Essenspartner*in für ihr virtuelles Lunchdate zugelost und treffen sich dann via Microsoft Teams zur virtuellen Mittagspause. Das Format findet jeden Donnerstag um 12 Uhr statt –  so lange bis der Büro-Alltag wieder einkehrt. Wer teilnehmen möchte bekommt jede Woche neue Essenspartner*innen zugelost. Per Videochat können sich die Teilnehmer*innen im wahrsten Wortsinn einen Blick über den eigenen Tellerrand werfen und tauschen sich zur aktuellen Lage in ihren Konzernunternehmen und natürlich auch zu Themen abseits des Arbeitsalltages aus. 

Wie sich das anfühlt?  Das erzählen unsere Kolleg*innen selbst. Ines Wendt von der Witt-Gruppe und Jakob Spitzer von der EOS-Gruppe waren bei der ersten Runde dabei.


Ines Wendt

„Ich lasse mich schon seit Jahren beim Lunchroulette der Otto Group zufällig mit unbekannten Kolleg*innen zum Mittagessen verabreden. Man erfährt in dieser lockeren Runde so manches Interessante: angefangen vom Aufgabengebiet der Mittagspartner*innen bis hin zu ausgefallenen Hobbies. Da sich alle freiwillig dem Unbekannten stellen, sind die Gespräche sehr offen. Das gilt im Prinzip auch für das digitale Lunchroulette. Als dann der Aufruf zum virtuellen Lunch-Roulette kam, war es für mich nur ein kleiner Schritt, mich dafür anzumelden. Zudem war ich neugierig auf einen Austausch mit Konzernkolleg*innen, den der erweiterte Lostopf ermöglicht. Mein erstes Lunchroulette ging Mitte April über die Bühne. Die E-Mail meines Gesprächspartners endete auf @h-oi.com!? Oh je, dachte ich: wofür steht diese Endung und wo landet mein Call – im Ausland, im Wohnzimmer, in der Kantine einer Konzerngesellschaft? Schlussendlich war ich mit einem Kollegen von Otto International in Hamburg vernetzt, der Beschaffungsorganisation der Otto Group. Spannend: Mit den Kolleg*innen hatte ich bislang nichts zu tun, entsprechend neugierig ging ich ins virtuelle Meeting. Recht bald stellte sich heraus, dass wir einiges gemeinsam und schon an sehr ähnlichen Themen gearbeitet haben. So war am Ende für uns klar: Sollten wir mal auf dem Betriebsgelände des / der jeweils anderen sein, werden wir uns trotzdem auch einmal „in echt“ sehen 😊. Aber es war auf jeden Fall ein Experiment, das Spaß gemacht hat.“ 

Ines Wendt, Transparency Manager bei der Witt-Gruppe in Weiden

„Schon seit der ersten Stunde nutze ich die OG2GO-App, im Wesentlichen, um am Ball zu bleiben was sich in der Otto Group tut. Mit dem Corona-Lockdown hat sich einiges verändert und damit auch die Chance für ein persönliches Treffen beim EOS Lunchroulette. Da kam mir die Option, über die OG2GO-App das Lunchroulette unternehmensübergreifend auch virtuell zu nutzen, gerade recht. Denn das ist die Gelegenheit für mich, neue Kolleg*innen kennenzulernen und mich zu aktuellen Themen auszutauschen. Dabei war ich gespannt, wen ich im Teams-Call treffen werde. So hieß es am 16. April: Lunch mit Sun-Kwang Park. Nach vier Wochen im Homeoffice habe ich mich gefreut, Sun vom Otto Group Kommunikationsteam kennenzulernen. Wir haben uns super unterhalten und es sogar geschafft, nicht nur über den Lockdown zu sprechen. So berichtete ich zum Beispiel von meinem Praktikum bei Otto Doosan in Seoul vor gut 20 Jahren. Sun selbst ist in Südkorea geboren und aufgewachsen und so konnten wir uns prima über unsere Erfahrungen dort austauschen. Eine super Mittagspause und so freue ich mich auf den nächsten Termin! Ich bin gespannt, wen ich dann kennenlerne.“

Jakob Spitzer, Bereichsleiter Analyse & Steuerung bei EOS Deutscher Inkasso-Dienst in Hamburg


Neben der konzernweiten Möglichkeit sich zur digitalen Mittagspause zu verabreden halten auch die einzelnen Konzernunternehmen durch verschiedenste Ideen auch den persönlichen Draht zu ihren Mitarbeiter*innen. So startete Otto Group Solution Provider (OSP) eine kleine Päckchenaktion für alle Mitarbeiter*innen: mit einem Sportprogramm, einem Vergissmeinnicht und einer Postkarte, die Mut machen soll – mit sehr positiven Rückmeldungen. 

OSP Mutmachkarte
OSP Mutmachkarte

Auch bei Bonprix schlugen Kolleg*innen eine kulinarische Brücke, um die ausgeprägte Lunch-Kultur auch im Homeoffice weiter zu pflegen und so für einen Motivationsschub und Verbundenheit trotz räumlicher Distanz zu sorgen. So bekamen Mitte April alle Mitarbeiter*innen ein Überraschungspaket zugestellt: darin eine Kochtüte mit frischen Zutaten und passendem Rezept dazu. Unter dem Motto #kochenverbindet waren alle Bonprix Mitarbeiter*innen  dazu eingeladen, ihre Kochsession, das Gericht oder den Verzehr mit einem Foto festzuhalten und mit den Kolleg*innen zu teilen. ​Mit der Aktion unterstützte Bonprix lokale Hamburger Cateringfirmen, die die Kochtüten bereitstellten und auslieferten. Bislang wurden schon mehr als 200 Food Pics, Selfies und Co. eingereicht, die als Bildergalerie im Bonprix Intranet zu sehen sind. Die Überraschung kam bei allen Mitarbeiter*innen unglaublich gut an und wurde als sehr nette Geste wahrgenommen.

Redaktion ottogroupunterwegs
 
Kommentar schreiben
Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Hinweis

Wir freuen uns über Ihre Kommentare in diesem Blog. Die Redaktion behält sich jedoch vor, Beiträge nachträglich zu löschen, sollten diese gegen die Kommentarrichtlinien verstoßen. Dies gilt insbesondere für solche Beiträge, die rechtswidrige Inhalte, Werbung für Dritte, Spam oder Beleidigungen enthalten oder in anderer Form unsachgemäß sind.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen