18.
April
2017
Zwei Euro für ein klimafreundliches Paket

Zwei Euro für ein klimafreundliches Paket

  Redaktion ottogroupunterwegs
(Admin)

E-Mobilität ist in aller Munde – auch im Online-Handel. Erst kürzlich gab der Otto Group eigene Logistikdienstleister Hermes Germany bekannt, seine Fahrzeugflotte ab 2018 sukzessive durch Batterie-elektrische Fahrzeuge zu erweitern. Bis einschließlich 2020 will das Unternehmen 1.500 Mercedes-Benz Elektrotransporter der Baureihen Vito und Sprinter deutschlandweit in Ballungsräumen einsetzen. Eine Entwicklung ganz im Sinne der Klimaziele der gesamten Otto Group: Bis 2020 ist eine Halbierung der CO2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2006 vorgesehen.

Zugleich entstehen neue Kostenstrukturen, die im Sinne der Wirtschaftlichkeit abgedeckt werden müssen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Endverbraucher entstehende Gebühren beim Versand von Paketen früher oder später wohl mittragen muss. Aber sind die Kunden – im Sinne des Klimaschutzes – dazu auch bereit? Wir fragten mithilfe des Online-Marktforschers Appinio nach.

Umfrage: Werden Zusatzkosten für eine klimafreundliche Paketzustellung akzeptiert?

Von 1.000 Befragten signalisierten 41 Prozent durchaus Bereitschaft, die Auslieferung online bestellter Waren mittels emissionsfreier Fahrzeuge durch zusätzliche Gebühren zu fördern. 43 Prozent lehnten dies ab. Ein Ziel, zwei klare Haltungen: Damit wird deutlich, dass das Thema emissionsfreie Paketzustellung schon jetzt, vor seiner flächendeckenden Verbreitung, polarisiert. Rund 16 Prozent der Befragten gaben im Übrigen an, zu dem Thema keine Meinung zu haben.

Bleibt immer noch die Frage, welche Gebühr Verbraucher bereit wären, für den klimafreundlichen Transport ihrer Pakete zu entrichten (zuzüglich zu den regulären Versandkosten). Mit durchschnittlich 2,20 € liegt die Schmerzgrenze relativ hoch – schließlich sind Verbraucher versandkostenfreie Online-Käufe fast schon gewöhnt. Bleibt noch offen, ob Gebühren in dieser Höhe auch bei der klimafreundlichen Rücksendung von Waren akzeptiert würden.

Umfrage: Werden Zusatzkosten für eine klimafreundliche Paketzustellung akzeptiert?


Kommentare

Kommentar schreiben

Hinweis
Wir freuen uns über Ihre Kommentare in diesem Blog. Die Redaktion behält sich jedoch vor, Beiträge nachträglich zu löschen, sollten diese gegen die Kommentarrichtlinien verstoßen. Dies gilt insbesondere für solche Beiträge, die rechtswidrige Inhalte, Werbung für Dritte, Spam oder Beleidigungen enthalten oder in anderer Form unsachgemäß sind.

Verwandte Artikel

  •  
    13.
    Februar
    2019
    Hermes UK: Innovationsbrutstätte für eine ganze Branche

    Hermes UK: Innovationsbrutstätte für eine ganze Branche

    Nachgefragt bei
    Icon Richard Blown
    (Head of Innovation Hermes UK)

    Die britische Digital-Industrie ist der deutschen oft um einige Monate voraus – in Teilen gilt das auch für die Paketzustellung. Warum ist das so? Und was hat der Verbraucher damit zu tun?

  •  
    31.
    Januar
    2019
    „Klassisches Handelsgeschäft reicht nicht mehr“

    „Klassisches Handelsgeschäft reicht nicht mehr“

    Nachgefragt bei
    Icon Markus Rech
    (CEO Sportscheck)

    Services, Content, Communities und ein Award: Wie sich der Multichannel-Sportfachhändler Sportscheck in Zeiten der Digitalisierung neu positioniert.

  •  
    28.
    November
    2018
    Weihnachten – kein Fest der Miete

    Weihnachten – kein Fest der Miete

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Alle Jahre wieder... steht der Weihnachts-Shopping-Stress vor der Tür. Warum nicht einfach mal ein Geschenk mieten? Wir fragten nach – mit sehr deutlichem Ergebnis.

Beliebte Artikel

  •  
    31.
    Januar
    2018
    10

    Blogparade #Zukunftsblick: Die Welt von morgen

    Icon Redaktion ottogroupunterwegs
    (Admin)

    Autonom fahrende Autos, Shopping über Spracheingabe, Bitcoin statt Bargeld, eine neue Kultur in der Arbeitswelt: Wie sieht die Welt von morgen aus? Das Thema unserer Blogparade #Zukunftsblick.

  •  
    16.
    August
    2018

    „Menschen über 50 leben nicht in der digitalen Steinzeit“

    Nachgefragt bei
    Icon Melanie Atencio u. Sebastian Keck
    (Mobile-Projektmanager Witt-Gruppe)

    Immer mehr Best Ager gehen ins Netz – auch übers Smartphone. Was bedeutet das für die Entwicklung von Shopping-Apps speziell für diese Zielgruppe? Zwei Experten geben Tipps.

  •  
    24.
    August
    2018
    1

    Eine ordentliche Portion Mut für die Gewohnheitstiere

    Nachgefragt bei
    Icon Petra Scharner-Wolff
    (Konzernvorständin Finanzen, Controlling und Personal)

    Die Digitalisierung stellt die Welt auf den Kopf. In Zeiten des Wandels braucht es also: Mut. Petra Scharner-Wolff erklärt, wie ein Konzern lernen kann, mutig zu sein.

Neueste Kommentare

Hilka zu #ausfehlernlernen – Erste FuckUp-Night der Otto Group

"Hallo zusammen, ich bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen und würde mich gerne mit einem der..."
11.01.2019

Viola Flambe zu Wie bonprix nach weiblichen IT-Talenten sucht

"Danke für die Coding Challenge. Bitte weiter so. "
17.12.2018

Katharina zu Podcast #13: (Fast) Alles über Conversational Commerce

"DEVICE = Gerät Wir haben auch im Deutschen viele ausreichende, gut beschreibende Worte. Warum werden..."
18.11.2018

Neueste Tweets

  • Ein Ausblick in die Zukunft der #Mobilität von @sascha_p: Mehr #carsharing und ...

  • „Der wahre Charakter eines Menschen kommt heraus, wenn die Smartphone-Batterie bei unter 5% ...

  • Bei dem Besuch ist die Bude natürlich voll: @sascha_p bei den #InnoDays19, dem internen ...